Die Fußball-Europameisterschaft in neuer Dimension und die Olympischen Spiele in Tokio werden das Sportjahr 2020 prägen. Doch schon gleich zu Beginn des Jahres warten mit der Vierschanzentournee und der Handball-EM Leckerbissen auf die Sportfans.

Ausblick auf das Sportjahr 2020

Das Sportjahr 2020 wird heiß. Nicht nur wegen der erwartet hohen Temperaturen bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio. Eine Premiere in der Geschichte der Fußball-Europameisterschaften erlebt die multinationale Austragung in zwölf Ländern. Auch im Wintersport, der Leichtathletik und der Formel 1 werden spannende Wettkämpfe das Jahr prägen. Der erste Jahreshöhepunkt steht schon am Neujahrstag an. Dann treten die Skispringertraditionell zum zweiten Springender Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen an.


Olympische Sommerspiele in Tokio

(24. Juli bis 9. August):

Beherrschendes Thema vor den „aufregendsten Spielenaller Zeiten“ –wie die japanischen Organisatoren werben – ist die erwartete extreme Sommerhitze. Marathon- und Geherwettbewerbe sollen daher ausgelagert werden. Mehr als 20 Milliarden US-Dollar wird das Spektakelkosten. Für die 339 Wettkämpfe in 33 Sportarten rechnen die Veranstalter mit mindestens 7,8 Millionen verkauften Eintrittskarten. Das deutsche Team strebt eine ähnliche Ausbeute an wie vor vier Jahren in Rio, als 42 Medaillen (17 Gold /10 Silber /15 Bronze) gewonnen wurden.


Fußball-EM in zwölf Ländern

(12. Juni bis 12. Juli):

Die Premiere mit der Austragung in zwölf Ländern Europas wird alle bisherigen Dimensionen sprengen. Zuversichtlich geht die verjüngte deutsche Auswahl nach dem Sieg in Gruppe C der Qualifikation an die Aufgabe, zumal drei Gruppenspiele der Elf von Jogi Löw in München stattfinden werden. Man darf gespannt sein, ob seine Truppe schon über genügend Potenzial verfügt, zum vierten Mal nach 1972, 1980 und 1996 den EM-Titel nach Deutschland zu holen.


Vierschanzentournee

(bis zum 6. Januar):

In einem Jahr ohne Winterspiele und nordische Ski-WM ist das Skisprung- Spektakel rund um den Jahreswechsel für die Flugkünstler ein noch größerer Höhepunkt als ohnehin schon. Gibt es in dieser Saison nach Platz zwei von Markus Eisenbichler 2018/19 mal wieder einen deutschen Tournee-Triumph? Der letzte Gesamtsieg gelang Sven Hannawald in der Saison 2001/02.


Handball-EM in Österreich, Schweden und Norwegen

(10. bis 26. Januar):

Nach der teils begeisternden Heim-WM vor einem Jahr mit Platz vier soll es diesmal mit einer Medaille für die Deutschen klappen. Würde die Mannschaft von Bundestrainer Prokop nach 2016 erneut den EM-Titel gewinnen, wäre sie sogar direkt für Olympia qualifiziert. Offensiv formuliert der DHB dieses Ziel aber nicht – zumal die Nationalmannschaft vor allem auf der Spielmacherposition personelle Probleme plagen.


Biathlon-WM In Antholz

(12. bis 23. Februar):

Im Südtiroler Biathlon-Mekka ging 2007 der Stern von Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner auf, als sie dreimal Gold holte. Mit gut 1600 Metern sind die am höchsten gelegenen Strecken auch die schwersten. Nicht alle Athleten kommen mit der Höhe klar. Antholz liegt vor allen Simon Schempp. Der Massenstart-Weltmeister von 2017 holte hier fünf seiner bisher zwölf Weltcupsiege.


Formel-1-Saison

(15. März bis 29. November):

Es gibt nur eine Frage in der kommenden Formel-1-Saison: Holt Lewis Hamilton den siebten WM-Titel? Schafft es der Mercedes-Superstar aus Großbritannien, hat er auch diese für lange unerreichbare Rekordmarke Michael Schumachers eingestellt. Gelegenheiten, die 91 Rennsiege auch noch zu egalisieren und sogar zu übertrumpfen, bieten sich bei erstmals 22 Saison-Rennen reichlich. Verhindern will das Schumacher- Kumpel Sebastian Vettel, der sein vorerst letztes Jahr bei Ferrari bestreiten wird.


Tour de France

(27. Juni bis 19. Juli):

Nach seinem vierten Platz im Vorjahr will Emanuel Buchmann bei der Tour auf das Podest. Die Strecke dürfte dem Leichtgewicht aus Ravensburg liegen. Der Kurs ist auf die Kletterer zugeschnitten. Vier Bergankünfte warten nachdem Auftakt in Nizza auf die Fahrer, dazu verläuft auch das einzige Zeitfahren am vorletzten Tag bergauf, wenn die Entscheidung in den Vogesen fällt. Die Favoritenrolle liegt aber beim britischen Ineos-Team mit Titelverteidiger Egan Bernal aus Kolumbien und dem 2019 fehlenden Vierfach-Sieger Chris Froome aus Großbritannien.


Leichtathletik-EM in Paris

(26. bis 30. August):

Zum ersten Mal findet die EM in einem Olympia-Jahr erst nach den Sommerspielen statt. Entsprechend dürfte die Begeisterung bei den Sportlern ausfallen, die sich auf zwei Jahreshöhepunkte innerhalb von vier Wochen vorbereiten müssen: Olympia geht in Tokio am 9. August zu Ende, die EM startet am 26. August. Für Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul steht Olympia „absolut im Vordergrund“,eine EM-Teilnahme schließt er aber nicht komplett aus. Auch Weitsprung- Weltmeisterin Malaika Mihambo hat einen EM-Start auf dem Schirm. Nach der Heim-EM 2018 in Berlin mit 19 Medaillen wollen die DLV-Asse auch in Paris wieder vorn mitmischen. | dpa
               

Isabel Schneider

Ausblick auf das Sportjahr 2020 Image 2

Beachvolleyball-Profi aus Hamburg

Ich wünsche allen Menschen Frieden, Achtsamkeit und Zufriedenheit.

Persönlich wünsche ich mir, gesund zu bleiben und mehr Zeit für meine Familie und meine Freunde zu haben. Sportlich wünsche ich mir Freude und Gelassenheit, dass mein tägliches Training und die Arbeit zum Erfolg führen. Und ich wünsche mir mit Victoria in Tokio anzutreten.


Rainer Jung

Ausblick auf das Sportjahr 2020 Image 3

Sportdirektor Triathlon für das EJOT-Team TV Buschhütten aus Buschhütten

Für das Sportjahr 2020 wünsche ich mir, getreu unserem Motto „have fun and win“, dass die Team-Mitglieder des gesamten EJOT-Teams viel Spaß haben und sie ihre Ziele erreichen. Unserem Support- und Orga-Team wünsche ich, dass sie weiterhin mit Enthusiasmus und Begeisterung sich für unseren Triathlon sportengagieren. Allen anderen Sportlerinnen und Sportlern, egal welche Sportart sie ausüben, wünsche ich eine verletzungsfreie Saison.


Dr. Jonas Rohleder

Ausblick auf das Sportjahr 2020 Image 4

Kapitän des Bundesligateams der Siegerländer Kunstturn-Vereinigung aus Köln

Bevor ich neue Wünsche äußere, bin ich nur dankbar für die (privat wie beruflich) positiven Entwicklungen 2019. Retrospektiv werden mir so vertieft die Dinge bewusster, die mir dies ermöglicht haben: eine intakte Familie, ein toller Freundeskreis sowie ein respektvoller Umgang in der Sportart, die mein Leben prägt. Mein größter Wunsch 2020: dieses Netzwerk pflegen… und nicht mehr geblitzt werden!


Jacqueline Lölling

Ausblick auf das Sportjahr 2020 Image 5

Skeletonpilotin aus Brachbach

Für 2020 wünsche ich mir natürlich, dass ich an meine bisherigen Leistungen anknüpfen kann. Doch der größte Wunsch allem voran und Vorraussetzung für das alles ist die Gesundheit – die wünsche ich mir für meine Familie und für mich, mehr als jeden Erfolg im Sport.


Martin Hoffmann

Ausblick auf das Sportjahr 2020 Image 6

Organisator des Siegerländer AOK-Firmenlaufs und anderer Sportveranstaltungen aus Siegen

Für den Frieden, den Klimaschutz und eine inklusive Gesellschaft helfen keine Wünsche, dafür muss sich jeder Einzelne engagieren. Wünsche sind für mich etwas ganz Persönliches. Für die Zukunft wünsche ich mir und meiner Familie vor allem Gesundheit. Auch daran kann ich natürlich mit einem gesunden Lebensstil arbeiten, aber einige Schicksalsschläge im privaten Umfeld zeigen, dass das Unglück manchmal ganz plötzlich kommt.

- Anzeige -
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.