Evangelische Kirchenkreise sind für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt

Gemeinschaft Leben & Feiern

Im vergangenen Jahr hat die evangelische Kirche ein Großereignis besonders bewegt: der Evangelische Kirchentag in Dortmund, bei dem die Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein mit einem gemeinsamen Stand vertreten waren. Der große Einsatz vieler Haupt- und Ehrenamtlicher hätten Erlebnisse und Begegnungen möglich gemacht, die weiterhin beflügelten, berichtet der Kirchenkreis Siegen, bei dem die Siegener Zeitungstellvertretend nachfragte. Solche Erfahrungen motivierten auch, sich den Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu stellen.

Perspektiven für die künftige kirchliche Arbeit in der Region erörtern die Kirchenkreise Siegen, zu dem auch die ev. Christen im Olper Raum zählen, und Wittgenstein seit dem Sommer. Eine Machbarkeitsstudie, die die Möglichkeit einer Vereinigung auslotet, wird 2020 vorgelegt und soll über das Jahr hinaus weiter beraten werden.„ Diese Überlegungen vollziehen wir in einem breit angelegten Prozess, in dem alle beteiligten Menschen im Kirchenkreis gehört werden und zu Wortkommen“, sagt Superintendent Peter-Thomas Stuberg, der leitende Theologe des Evangelischen Kirchenkreises Siegen. „Dabei vertrauen wir darauf, dass Gottes Geist uns leiten und befähigen will, als seine Gemeinschaft auch in Zukunft seine Liebe zu leben und weiterzugeben.“

Veränderungen stehen 2020 in allen evangelischen Kirchengemeinden an: Am 1. März sind Kirchenwahlen, bei denen die Presbyterien, also die Leitungsgremien der Gemeinden, neu besetzt werden. Zu den Höhepunkten des neuen Jahres zählt auch die Aufführung des Chormusicals „Martin Luther King“ am 8. Februar in der Siegerlandhalle mit 500 Sängerinnen und Sängern aus der Region- und professionellen Musicaldarstellern.

Gemeinschaft leben und feiern will der Kirchenkreis Siegen auch im Juni: Dann kommen Gäste aus dem tansanischen Kirchenkreis Magharibi ins Siegerland, um das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Gemeinden in Tansania und Deutschland zu feiern.

Pfarrer Jaime Jung

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Ev. Kirchengemeinde Erndtebrück

Ich wünsche uns Gesundheit, die uns die Kraft gibt, unsere Aufgaben zu meistern und unseren Träumen nachzugehen. Ich wünsche mir und allen das Geschenk, ausreichend Zeit zu haben: Zeit für sich selbst, Zeit, um regelmäßig an der frischen Luft zu sein und auch Zeit für andere Menschen zu haben – wenn möglich nicht nur über das Handy, sondern Auge in Auge. Um mehr Freude im neuen Jahr zu haben, wünsche ich uns, mit mehr Aufmerksamkeit durch das Leben zugehen und öfter das Positive zu erkennen. Vor allem wünsche ich ganz viel Vertrauen in Gott und in die Menschen!


Pfarrer Herbert Scheckel

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Ev.-ref. Kirchengemeinde Hilchenbach

Gelassene und zuversichtliche Tage im neuen Jahr wünsche ich mir und uns und dass wir uns nicht über alles so viel aufregen. Lieber freuen und dankbar sein. Diejenigen, die offensichtlich die Menschen nicht lieb haben, sollen keinen Zuspruch mehr bekommen. Den Blick auf das Wesentliche wünsche ich uns und Konzentration auf das Einfache, damit wir tun, was uns und unserer Heimat Erde wirklich hilft. Für all das wünsche ich mir und uns einen frohen und tiefen Glauben, der uns bewahrt und in dunklen Zeiten trägt.


Pfarrer Daniel Schwarzmann

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Ev.-ref. Martinikirchengemeinde Netphen

Für mich war es ein gutes, bewegendes Jahr, in dem ich die Siegerländer Natur und die verlässliche und herzliche Art der Menschen hier in der Region schätzen lernen durfte. Als „Junge aus dem Pott“ wurde ich super aufgenommen, was mich froh und glücklich macht. Ich wünsche vielen, diese Erfahrung im Neuen Jahr selbst machen zu können und auch Anderen die Erfahrung zu schenken, angenommen zu sein mit Ecken und Kanten und zu spüren, dass wir „alle in einem Boot“ sitzen – in einer Zeit, die von Fremdenhass, Gewalt und Antisemitismus an vielen Stellen gekennzeichnet ist.


Pastor Thomas Ijewski

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Ev. Kirchengemeinde Freudenberg

Dankbarkeit wünsche ich mir. Dankbarkeit, in einem Land leben zu dürfen, wo niemand verhungern muss und jeder Zugang zu sehr guter medizinischer Versorgung hat. Dankbarkeit, den christlichen Glauben ungehindert vertreten zu können. Dankbarkeit für die unzähligen großen und kleinen Dinge, mit denen Gott uns Gutes tut. Und dann wünsche ich mir für 2020 die Kraft, aus dieser Dankbarkeit da zu sein für die Menschen, die das alles nicht so erleben.


Pfarrerin Rebecca Schmidt

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Ev.-ref. Kirchengemeinde Rödgen-Wilnsdorf

Ich wünsche mir für das Jahr 2020, dass Menschen wertvolle Kontakte erleben: Kontakte zu Menschen, die fragen, wie es einem geht und die auch die Antwort abwarten, ohne vorher auf ihr Smartphone zu sehen. Und vertiefende oder ganz neue Kontakte zu Gott, der uns kennt und weiß, wie es uns geht und der uns zur Seite steht–gleichgültig, was geschieht. Ein gesegnetes neues Jahr!


Pfarrer Jochen Wahl

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Ev.-ref. Kirchengemeinde Burbach

Ich wünsche mir, dass ich mit den gleichen Menschen 2020 wieder fröhlich die Geburt von Jesus feiern kann wie 2019, am besten sogar in einem Gottesdienst. Das würde nämlich bedeuten, dass es ihnen gut geht, sie noch leben und ich auch. Diese Menschen haben Gesichter, z. B. in Deutschland, Hongkong, Bolivien, Israel, Ukraine und Tansania. Da ist so viel Sorge, so viel Not, so viel Gewalt. Wenn doch nur ein wenig mehr Frieden wäre, das wäre doch schon was.


Pfarrerin Mirjam Klein

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Ev. Kirchengemeinde Kreuztal

Das Jahr 2020 steht unter einer – wie ich finde – großartigen Jahreslosung:„ Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Mk 9,24). Auf der Welt und in unserem Leben gibt es viele Erfahrungen, die dem Glauben widersprechen. Ich wünsche mir, dass Menschen ihre Zweifel laut werden lassen. Nicht, um zu resignieren, sondern um ihrer Sehnsucht zu folgen nach dem, was anders sein soll auf dieser Welt und in ihrem Leben. Die Sehnsucht sucht nämlich das, was sie ändern kann. Aber vor allem hält sie – trotz Zweifel – am Glauben fest.

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