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WENDEN: 3827 „Kärmetze“-Freunde beteiligten sich an Kirmes-Gewinnspiel der Gemeinde

„Bummelpass“ weckt Vorfreude

  • Im Wendener Rathaus überreichte Bürgermeister Bernd Clemens (hinten l.) die „Bummelpässe“ an die glücklichen Gewinner des Kirmes-Gewinnspiels der Gemeinde Wenden. Foto: hobö

hobö. Das sehnsüchtige Warten hat sehr bald ein Ende. In vier Tagen startet die Wendener Kirmes, der unumstrittene Jahreshöhepunkt nicht nur für die meisten Bürger der Gemeinde Wenden. Erneut werden mehrere hunderttausend Menschen zu dem dreitägigen Volksfest , das seit 1752 gefeiert wird, erwartet.

Wer einen oder gar alle drei Tage ausgiebig feiert, macht danach die zuweilen erschreckende Erkenntnis, dass der Geldbeutel deutlich schmaler geworden ist. Wie gut, wenn man einen „Sponsor“ für das bunte Treiben findet. Und als solcher tritt die Gemeinde Wenden in Form ihres Kirmes-Gewinnspiels auf, das in diesem Jahr zum 16. Mal durchgeführt wurde – erneut unterstützt von der Siegener Zeitung.

Zu gewinnen gab es vor allem die begehrten „Bummelpässe“. Ein solcher „Bummelpass“ enthält Gutscheine für Verkaufs- und Fahrgeschäfte im Wert von jeweils 100 Euro. 15 von ihnen wurden unter den richtigen Einsendungen verlost. Überdies gab es 50 weitere Preise wie unter anderem Gutscheine, T-Shirts und Bücher zu gewinnen.


Neben den 15 „Bummelpässen“ gab es 50 weitere Preise wie Gutscheine, T-Shirts und Bücher zu gewinnen.


In diesem Jahr beteiligten sich insgesamt 3827 Teilnehmer an dem Gewinnspiel. 3471 von ihnen gaben die geforderten drei richtigen Antworten, 356 aber lagen mit ihren Kreuzchen daneben oder hatten mehrfach teilgenommen, was ebenso ein Ausschlusskriterium darstellt.

Gefragt worden war: „Wie heißt das Motto der Wendschen Kärmetze?“, „Wie viele Verkehrsschilder werden zur diesjährigen Wendschen Kärmetze aufgestellt?“ und „Wie heißt das neue Fahrgeschäft auf der Vorderseite?“. Die richtigen Antworten (drei Möglichkeiten waren jeweils vorgegeben) lauteten: „Wir sehen uns!“, „500“ und „Mr. Gravity“.

Wie in den Vorjahren, befanden sich nicht nur Einwohner aus der Gemeinde Wenden unter den Teilnehmern, sondern auch auch aus den angrenzenden Kommunen und gar aus Bruchsal (Landkreis Karlsruhe) und Wettringen (Münsterland) – um nur einige zu nennen.

Glücksfee war einmal mehr Angelika Günther, die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wenden. Sie bescherte unter Aufsicht der beiden KirmesMarktmeister, Wolfgang Grimstein und Thomas Clemens, folgenden Personen die „Bummelpässe“: Ute Hecken (Heid), Christa Fick (Kreuztal), Markus Schneider (Möllmicke), Stefan Middel (Rhode), Loris Lionel Jung (Wenden), Simon Haas (Ottfingen), Paula Johanna Weber (Wenden), Sebastian Baum (Gerlingen), Noha Alberts (Hünsborn), Tamino Hilkenbach (Wenden), Walter Schneider (Möllmicke), Wilfried Hanke (Wettringen), Daniel Walther (Altenhof), Anna Maria Scheen (Wenden) und Bernd Hofacker (Gerlingen).


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Live-Musik, Reibekuchen und ein besonderes Flair

Erneut 600 Ehrenamtliche bei Kirmes-Aktion „Lago da Pedra“ aktiv

misch/hobö Wenden. Sie zählt unter den Besuchern zu den beliebtesten Aktionen der Wendener Kirmes: „Lago da Pedra.“ Frisch gebackene Reibekuchen, Gekühltes vom Fass und die familiäre Atmosphäre locken jedes Jahr Tausende auf den Platz vor das Wendener Pfarrheim. Seit 47 Jahren gibt es die Aktion „Lago da Pedra“ mittlerweile.

Um die 600 ehrenamtlichen Helfer sind während der drei Tage der „Wendschen Kärmetze“ am Start. Nach anfänglichen Fehlzeiten und entsprechenden Appellen auch in der SZ, ist der Dienstplan nun nahezu abgedeckt. „Gleichwohl freuen wir uns, wenn sich noch Freiwillige melden“, erklärte gestern Christa Grünewald, Mitglied des 20-köpfigen Organisationsteams. Interessenten, die noch mitanpacken wollen, können sich bei ihr unter Tel. (0 27 62) 25 94 melden.

Dass „Lago da Pedra“ ein beliebter Treffpunkt ist, liegt nicht zuletzt an der Live-Musik: Die Gruppe „Seven ab!“ spielt am Samstag ab 19 Uhr, „The Natives“ am Sonntagabend, und am Dienstag steht „Superliquid“ auf der Bühne. Am Sonntag ab 13 Uhr spielt die Rock-Coverband „T-Time with Lukas“. Egal, wer auftritt: „Bei uns ist immer eine super Stimmung“, sagt Christa Grünewald. Die Leute feierten stets ausgelassen und friedlich. „Darauf sind wir stolz.“

Drei Reibeplätzchen mit Apfelmus kosten bei „Lago“ 2,50 Euro. Softdrinks, alkoholfrei Getränke und Wasser gibt es zum familienfreundlichen Preis.

Mehr als 30 000 Reibekuchen gehen für den guten Zweck über die Theke. 2500 Eier, 800 Liter Öl und 110 Dosen Apfelmus werden für die Zubereitung benötigt. 100 Zentner Kartoffeln werden an Kirmes-Samstag und -Montag an Schälstationen in sechs Ortschaften der Gemeinde geschält. Dafür würde es zwar Maschinen geben, doch die Organisationen verzichten bewusst darauf, damit Helfer, die aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht mehr an Kirmes selbst helfen können, weiter Teil des „Lago“-Projekts sein können. Hier sei das Miteinander ein wichtiger Faktor, so Christa Grünewald.

Auf Anraten des damaligen Wendener Pastors Johannes Bieker kommen die Erlöse der Arbeit der Franziskanerinnen in „Lago da Pedra“ im Nordosten Brasiliens zugute. Seit einigen Jahren profitiert auch das Mädchenhaus „Traum der Aline“ von den erwirtschafteten Geldern. Pater Augustinus, der 30 Jahre für die Franziskaner in Lago da Pedra aktiv war, kommt Kirmes-Sonntag nach Wenden, hält die Festpredigt in der um 9.15 Uhr beginnenden Messe und ist auch auf dem Veranstaltungsplatz zugegen.
   

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