Ein Blick in die Broschüre der Experten

Techniken

„Vorfuß weit“ – Schritt 1

9.10.2020

- „Ferse fest“: Sie kennen das Gefühl, in der Ferse „hochzuschlupfen“, möchten den Schuh aber nicht fester schnüren, weil sonst die Belastung auf dem Fußrücken zu hoch ist oder Sie Angst vor Druckstellen haben. Die Auswirkungen einer rutschenden Ferse kennen Sie zur Genüge – Blasen! Und auch das Ergebnis einer zu festen Schnürung im Bereich des Fußrückens (Rist) ist nicht ohne! Mit der hier vorgestellten Schnürung, wirken Sie dieser Problematik sehr effektiv entgegen.

Schritt 1

Zunächst wird der Schnürriemen von vorne an normal (über Kreuz) gefädelt. Im Bereich, in dem der Fußrücken (Rist) in das Schienbein übergeht, erfolgt die Änderung: Sie verbinden die letzte Öse des Mittelfußes mit dem ersten Haken des Schafts auf der gleichen Seite.

Schritt 2

Nun werden die Riemen über Kreuz (von oben) unter den eben entstandenen Schlaufen hindurch geschoben und festgezogen.
    

„Vorfuß weit“ – Schritt 2
„Vorfuß weit“ – Schritt 2

Schritt 3

Danach überkreuzen Sie die Schnürriemen wieder und justieren den von Ihnen gewünschten Fersensitz. Durch eine veränderte Zugrichtung der Schnürung in die Ferse entsteht der verbesserte Halt. Durch den entstandenen „Flaschenzug“ ist es Ihnen zusätzlich möglich, die Festigkeit der Schnürung äußerst fein zu bestimmen und zu fixieren. Bei einem Halbschuh würden Sie nun die Schnürung im Abschluss durch einen Knoten fixieren.

- „Vorfuß weit“: Oft macht die Breite der Schuhe im Vorfußbereich Schwierigkeiten. Zu Beginn der Wanderung wurde eine passende Breite im Vorfußbereich festgelegt. Während des Laufens wird der Schuh schmaler. Das Schienbein „holt sich Schnürriemen nach“. Der Schuh wird oben weit und vorne schmal. Bis die Enge im Vorfuß bemerkt wird, ist es meist zu spät. Krämpfe und Schmerzen können zum Abbruch der Wanderung führen. Nachstehend eine Möglichkeit, den Vorfußbereich vom Rest der Schnürung zu entkoppeln.
    

„Vorfuß weit“ – Schritt 3
„Vorfuß weit“ – Schritt 3

Schritt 1

Zunächst wird der Schuh von vorne normal geschnürt und nach der „breiten Stelle“ (breiter Fuß o. Ä.) ein normaler Knoten gemacht.

Schritt 2

Danach werden die Schnürriemen um 180 Grad gedreht.

Schritt 3

Nach der Drehung der Schnürriemen wird normal weiter geschnürt. Bitte beachten Sie, dass sich der Schnürriemen beim Schnüren des Schuhs nun nicht automatisch nach vorne durchzieht. Das heißt, hier sollten Sie den vorderen Schnürbereich immer einzeln fixieren.

- Druckstelle auf den Knöcheln: Beim Anprobieren oder nach ein paar Kilometern entstehen Druckstellen im Knöchelbereich. Trotzdem kann die „Ferse fest“-Schnürung angewendet werden. Gerade die Vorderseite des Innenknöchels ist anfällig für Druckbeschwerden, deshalb ist es besonders wichtig, auf den optimalen Sitz der angesetzten Lasche an der Schuhzunge zu achten. Nicht immer empfiehlt es, sich die Lasche nach innen in den Schuh zu legen. Lässt man die Lasche außerhalb des Schuhschaftes, wird der Druck minimiert.

Schritt 1

Die Schnürtechnik „Ferse fest“ wird auf dem Mittelfuß eine Öse weiter nach vorne gesetzt. Die nächsten beiden Ösen/Haken werden lediglich miteinander verbunden. Im Abschluss kann der Schaft wieder nach Belieben geschnürt werden.
   

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