Der Touristikverband Siegerland-Wittgenstein verspricht das Beste aus zwei Welten

„Ausflugsziele sind beliebt“

Wer Lust hat, etwas Neues auszuprobieren, gerne wandert oder eine Radtour macht, findet zahlreiche spannende Ausflugstipps beispielsweise auf den Seiten der Touristikverbände unter www.siegenwittgenstein.info, www.sauerland.com oder www.westerwald.info. Foto: Dominik Ketz

9.10.2020
Feinbier unterwegs

Wie spüren Sie als Verband die Auswirkungen der Corona-Pandemie?

- Das letzte halbe Jahr war tatsächlich außergewöhnlich, die existenziellen Probleme der Hotellerie und Gastronomie aufgrund der Rahmenbedingungen waren jederzeit greifbar. Für uns als Verband hat sich die Arbeitsweise dahingehend verändert, dass Gespräche, Sitzungen oder Arbeitstreffen vornehmlich digital stattgefunden haben und es teilweise immer noch tun.

Stellen Sie eine verstärkte Nachfrage nach Urlaubszielen in der Region fest?

- Nicht zwangsläufig nach Urlaubszielen, eher nach Ausflugszielen! Somit „lebt“ die Tourismusregion während der Pandemie insbesondere von Tages- bzw. Ausflugsgästen.

Wie setzen Sie den Wunsch vieler Menschen, Ausflüge in die nähere Umgebung zu machen statt in die Ferne zu schweifen, um? Oder ist dieser gar nicht vorhanden?

- Die Menschen wollen raus, die kürzeren Tage nutzen, etwas Neues entdecken und sei es auch „nur“ vor der eigenen Haustür. Über unsere verschiedenen Kanäle im Print- und natürlich vor allem im Online-Bereich können wir ihnen Möglichkeiten für „Kleine Fluchten“ in die bzw. innerhalb der Region aufzeigen.

Was zeichnet die Region aus, was macht sie so besonders?

- Dass man hier – zumindest in der Vor- und hoffentlich auch irgendwann in der Nach-Corona-Zeit – die Möglichkeit geboten bekommt, das Beste aus zwei Welten zu entdecken und zu erleben. Beispielsweise tagsüber Wandern oder auch Radfahren im Wald-Reich, zum Tagesausklang dann Eintauchen in das Großstadtflair von Siegen – der Metropole Südwestfalens.

Was ist hier alles an Unternehmungen möglich?

- Das kommt letztlich auf den Geschmack, die Zeit und den Schwerpunkt des Interesses an. Für einen ersten Überblick haben wir die Broschüre „Freie Zeit“ kreiert. Hier finden unsere Gäste je nach Interessensschwerpunkt eine Übersicht über das Beste, was die Region zu bieten hat.

Gibt es einen Geheimtipp, den Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben möchten?

- Nein, kein konkretes Ziel, das würde dann ja umgehend seinen Status als „Geheimtipp“ verlieren! Wir möchten aber alle Leser dazu ermuntern, sich in der Region eigenständig auf die Suche nach Geheimtipps zu machen ... Abseits der bekannten Routen gibt es viele Kleinode zu entdecken.

Wie stellen sich die Gastgeber der Region auf Urlauber ein?

- Zunächst sicherlich so, wie sie es auch sonst immer tun. Allerdings haben unsere Leistungsträger in Hotellerie und Gastronomie aufgrund der besonderen Situation zusätzliche Anforderungen und Auflagen im Hinblick auf die Hygiene, den Arbeitsschutz etc. zu erfüllen. Sie beschäftigen sich daher auch mit Fragestellungen, die das veränderte Ausgehverhalten der Gäste betreffen, wie man z. B. Außenbereiche „gemütlicher“, Innenbereiche „sicherer“ machen und das seinen Gästen dann ggf. auch „zertifiziert“ zeigen kann.


„Eine liebenswerte Region“

Westerwald Touristik lädt zum Entschleunigen ein – und bietet dafür auch besondere Kulissen


Wie spüren Sie als Verband die Auswirkungen der Corona-Pandemie?


- Wir konnten in diesem Jahr bis auf zwei Messen, die noch im Januar und Februar stattfanden, keine weiteren mehr besuchen. Eigene Veranstaltungen führten wir bis auf einen abgesagten Pedelec-Tag am 1. Mai keine durch, so dass wir dort keine Auswirkungen verspürten.

Stellen Sie eine verstärkte Nachfrage nach Urlaubszielen in der Region fest?

- Eine verstärkte Nachfrage konnten wir auf jeden Fall bei unseren Campingplätzen verspüren, die als Erstes auch wieder Gäste aufnehmen durften. Sehr gut belegt sind unsere Ferienwohnungen, wo wir auch eine längere Aufenthaltsdauer als bisher feststellen konnten.

Was zeichnet die Region aus, was macht sie so besonders?

- Der Westerwald ist eine ländliche Mittelgebirgsregion ohne Großstädte, d. h. wer Ruhe und Erholung sucht, ist hier genau richtig. Frische Luft, die unterschiedlichsten Landschaftsformen – Wälder, Hochplateaus mit wunderbaren Aussichten, Flusstäler, Wiesen usw. – sind sehr reizvoll und laden zum Entschleunigen ein.

Was ist hier alles an Unternehmungen möglich?

- Unsere Gäste kommen überwiegend, um den Westerwald aktiv kennenzulernen. Beim Wandern und Radfahren kann man sich von der Schönheit der Region überzeugen. Ein- oder mehrtägige Radtouren auf unserem hervorragend ausgebauten und beschilderten Radwegenetz ist genauso attraktiv wie Wandern auf dem Westerwald-Steig, den Wäller-Touren oder ganz neu auf den Kleinen Wällern, unseren neuen Spazier(wander)wegen.

Gibt es einen Geheimtipp, den Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben möchten?

- Es gibt natürlich auch kulturell viel im Westerwald zu erkunden. Voran die beiden Museen, das Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg oder das Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen. Ein ganz besonderes Highlight ist ein Besuch im Tertiär-Industrie-Erlebnispark Stöffelpark in Enspel, nahe Hachenburg. Er ist Bestandteil des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus. Dem Besucher bietet sich eine Kulisse wie in einer verlassenen Goldgräberstadt. Imposante Gebäude (Historische Werkstatt, Tertiärum) zeigen eine Zeitreise von 25 Millionen Jahren (www.stoeffelpark.de).

Warum lohnt es sich, in unserer Heimat Urlaub zu machen?

- Weil sie eine sehr liebenswerte Region mit liebenswerten Menschen ist.

Wie stellen sich die Gastgeber der Region auf Urlauber ein?

- Die Gäste werden auf die Vorgaben und Beschränkungen in den Betrieben durch Hinweise aufmerksam gemacht. Desinfektionsmittel stehen bereit, auch besondere Hygienemaßnahmen werden beachtet.

Mit Blick auf die Herbstferien: Stellen Sie sich in diesem Jahr auf eine verstärkte Nachfrage nach Unterkünften in Ihrer Destination ein?

- Wir sind überzeugt, dass auch im Herbst viele Urlauber unsere Destinationen nutzen, um noch mal auszuspannen und auch aktiv unsere Region kennen zu lernen.


„Wunderschöne Natur“

Sauerland-Tourismus weiß um die Schönheiten der Region


Wie spüren Sie als Verband die Auswirkungen der Corona-Pandemie?


- Als touristischer Dachverband für die Region Sauerland stehen wir an der Seite unserer Gastgeber und Betriebe und hören und teilen ihre Sorgen und Nöte. Die Corona-Pandemie hat dem Sauerländer Tourismus einen harten Schlag versetzt, mit dem Lockdown ab Mitte März waren touristische Reisen ins Sauerland für mehrere Monate praktisch nicht mehr möglich. Dementsprechend sind die Gästezahlen enorm eingebrochen. Erst ab Mitte Mai rollte der Tourismus wieder an, zu Beginn noch sehr zaghaft, spätestens ab Mitte Juli und im August aber – also in den Sommerferien – gab es eine wirklich gute Nachfrage und viele Besucher. Insgesamt liegt das Minus bei den Übernachtungen für das erste Halbjahr 2020 aber bei knapp 42 Prozent. Und es gibt immer noch Häuser, die hohe Einbußen haben.

Stellen Sie eine verstärkte Nachfrage nach Urlaubszielen in der Region fest?

- Im Sommer war das Sauerland als Reiseregion sehr gefragt. Aus den Orten und von den Gastgebern wurde uns berichtet, dass wirklich viele Gäste die Region für sich wiederentdeckten und – und das ist das wirklich Schöne – auch neu entdeckten. Viele Gäste blieben dann auch mehrere Tage, eine Woche oder sogar zwei Wochen. Sie verbrachten praktisch ihren Haupturlaub im Sauerland. Das ist bemerkenswert, weil wir in erster Linie als Kurzreiseregion gelten, im Durchschnitt liegt die Aufenthaltsdauer der Gäste bei etwas mehr als drei Tagen. Also ja: Wir waren als Urlaubsziel verstärkt gefragt.

Was zeichnet die Region aus, was macht sie so besonders?

- Das Sauerland punktet durch seine wunderschöne Naturkulisse: eine schwingende Landschaft mit tiefen Wäldern und grünen Wiesen, dem sanften Wechsel zwischen Gipfeln und Tälern. Darin eingebettet fünf große Talsperren, die Sauerland-Seen. Hier gibt es frische Luft, viel Raum und Weite, wohltuende Stille jenseits von Schnellstraßen und Metropolen. In dieser Naturkulisse wird die Lust auf Bewegung buchstäblich geweckt.

Was ist hier alles an Unternehmungen möglich?

- Wir sind eine Wander- und Radfahrregion, ganz klar. Diese Natursportarten lassen sich bei uns sportlich angehen, aber auch ganz sanft und genussvoll. Bekannt und beliebt sind unsere Fernwanderwege. Aber es gibt auch viele schöne Touren für Halbtages- und Tageswanderungen. Und auch beim Radfahren gilt: Mountainbiker und Rennradfahrer lassen sich von der Topografie herausfordern, aber Genussradler haben längst ihre Trassen in der Landschaft gefunden. Familien schätzen die große Auswahl an Ausflugszielen für Outdoor- und Indoorerlebnisse. Und im Winter ist – entsprechende Kälte und Schnee vorausgesetzt – auch Wintersport möglich. Die Wintersport-Arena Sauerland ist das größte Wintersportgebiet nördlich der Alpen.

Gibt es einen Geheimtipp, den Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben möchten?

- Es lohnt sich, einfach mal unsere Sauerland & Siegen-Wittgenstein-App auf das Smartphone zu laden und zu schauen, welche Touren und Ausflugsziele sich praktisch vor der Haustür befinden. Denn nicht nur die bekannten Orte haben etwas zu bieten, sondern auch die kleinen Schätze überall in der Region.

Warum lohnt es sich, in unserer Heimat Urlaub zu machen?

- Walderlebnis zu jeder Jahreszeit mit spannenden Farbwechseln in der Natur, ein bisschen Strandfeeling im Sommer an den Sauerland-Seen, Winterwandern, Skifahren oder Rodeln im Winter, jede Menge Action und Erlebnis an verschiedenen Ausflugszielen: Wer das mal eben machen möchte, braucht nicht weit zu fahren – sie oder er kommt ins Sauerland.

Mit Blick auf die Herbstferien: Stellen Sie sich in diesem Jahr auf eine verstärkte Nachfrage nach Unterkünften in Ihrer Destination ein?

- Wir hoffen, dass das Sauerland in diesem Sommer neue und wiederkehrende Gäste für sich begeistern konnte, die auch in den Herbstferien wiederkommen möchten. Reisen ins Sauerland sind – unter Einhaltung der herrschenden Hygienevorschriften – sicher und das ist ein Vorteil aus Gästesicht. Es ist aber generell eine Zeit der Unsicherheit, die Menschen warten ab und entscheiden sich spontan, quasi von heute auf morgen, für einen Urlaub. Dementsprechend kurzfristig kommen auch die Buchungen.
   

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