Der Bund forciert die Förderungsmöglichkeiten.

Energetische Sanierung mit Geld vom Staat


2.07.2021

Vielen Immobilienbesitzern ist sie ein Begriff: die KfW. Seit mehr als 15 Jahren fördert sie die Energieeffizienz von Gebäuden. Doch das wird sich ändern. Die Anfang 2021 in Kraft getretene neue Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) bündelt die bisherigen Programme zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich. Bürgerfreundlicher und bürokratieärmer sollen die Antragsprozesse sein. So ist etwa der Bearbeitungsstand der Behörde online für den Immobilienbesitzer abrufbar.
  

Volksbank in Südwestfalen eG

Breites Förderspektrum – große Nachfrage

Die BEG ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) angesiedelt und fördert bislang Maßnahmen an der Gebäudehülle, der Anlagentechnik, Erneuerbare Energien für Heizungen, Heizungsoptimierung sowie Fachplanung und Baubegleitung im Zusammenhang mit einer Einzelmaßnahme. Zum 1. Januar 2021 trat die erste Stufe der neuen Bundesförderung in Kraft. Die Resonanz ist gewaltig: Über 100.000 Förderanträge gingen bis Ende April ein. Über 297 Millionen Euro wurden an Bürgerinnen und Bürger für die klimafreundliche Sanierung von Gebäuden ausgezahlt. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es knapp 35 Millionen Euro. Einen Zuschuss von 20 Prozent der förderfähigen Kosten bis maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit gibt es für die Dämmung von Dach, Fassade und Keller oder für neue Wärmeschutzfenster. Bis zu 12.000 Euro Zuschuss sind also bei einer energetischen Sanierung im Eigenheim möglich. Bei Zweifamilienhäusern oder Einfamilienhäusern mit Einliegerwohnung sind es bis zu 24.000 Euro, wenn bestimmte Mindeststandards beim Wärmeschutz erreicht werden.

Änderungen zum 1. Juli 2021

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Zum 1. Juli greift nun Stufe 2: Die Kreditvariante der Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen ersetzt das Programm KfW 152. Der bisherige Ergänzungskredit für eine umweltfreundliche Heizung (Programm 167) geht im neuen System auf – wobei die Kreditvergabe weiterhin durch die KfW erfolgt. Zum 30. Juni 2021 enden die KfW-Programme 430 und 151 für Umbauten zum KfW-Effizienzhaus. Im Rahmen des Programms Bundesförderung für effiziente Gebäude Wohngebäude (BEG WG) sind diese Kredite und Zuschüsse aber weiterhin bei der KfW abrufbar. Auch die Förderung gewerblicher Gebäude ordnet der Bund mit der Umstellung neu: Die bisherigen KfW-Programme 276, 277, 278 gehen in der Bundesförderung für effiziente Gebäude Nicht-Wohngebäude (BEG NWG) auf. Schlusspunkt soll dann zum 1. Januar 2023 die Stufe 3 sein. Dann werden alle Zuschüsse für Einzelmaßnahmen und Komplettsanierungen über das Bafa abgewickelt.

Worauf es ankommt

Noch vor der Umsetzung muss der Eigenheimbesitzer einen Energieeffizienz-Experten mit ins Boot holen. Auf der Immobilienplattform der Volksbank in Südwestfalen www.wohnen-in-suedwestfalen.de finden Sie Energieberater und Gutachter in Ihrer Nähe. Mit dem Modernisierungs-Check erhalten Sie eine objektive Einschätzung über das Sanierungspotenzial Ihrer Immobilie. Für ihre Mitglieder bietet die Volksbank Vergünstigungen bei Thermografiegutachten, der Erstellung von Energieausweisen und vielem mehr. Informieren Sie sich außerdem in informativen Fachartikeln rund um das Thema Sanierung und Modernisierung – von der Solaranlage bis hin zur Wanddämmung. Zu den neuen staatlichen Fördermöglichkeiten, der Antragstellung inkl. erforderlicher Kreditprüfung und anschließender Finanzierung ihrer energetischen Sanierungsmaßnahme helfen Ihnen gerne die Fördermittelberater Ihrer Volksbank in Südwestfalen.
   

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