Martina Schneider, Alina Reinschmidt und Ralf Siewert bringen unzählige städtische Grünflächen zum blühen.

Kolonne mit dem grünen Daumen

Alina Reinschmidt, Ralf Siewert und Martina Schneider bilden die städtische Arbeitskolonne mit dem „grünen Daumen“ und fachlichem Know-how rund um die Gärtnerei. Foto: bjö  

8.06.2021
Schuhhaus Bohn

„Das Schöne ist, wenn die Bürger sich freuen“, beschreibt Alina Reinschmidt die angenehmste Seite ihrer Arbeit. Sie ist Baumschulgärtnerin und gehört seit anderthalb Jahren beim Baubetriebshof zum Team derer, die das Kreuztaler Stadtgebiet vor allem in der wärmeren Jahreshälfte optisch bereichern. Gemeinsam mit der Friedhofsgärtnerin Martina Schneider und den Baubetriebshof-Kollegen Ralf Siewert bildet sie eine Arbeitskolonne. Zusammen sorgen sie für blühende Flächen in allen Stadtteilen und erhalten daher hin und wieder Komplimente von jenen, die liebevolle und professionelle Gärtnerarbeiten zu schätzen wissen.
     

Vierbaum Orthopädie GmbH & Co. KG

An der alten Hauptverkehrskreuzung hat der Frühling bereits vor Wochen Einzug gehalten: Dort, wo täglich zahlreiche Fußgänger aus dem Heestal die Brücke herunterspazieren, trafen diese bereits bei noch frischen Temperaturen auf ein Blütenmeer, das sich auch für Autofahrer als unübersehbare Farbenpracht präsentierte. Tulpen, Narzissen und Kaiserkronen lächelten in den ersten Maiwochen den Passanten entgegen. Im vorigen Herbst hatte das Team dort die Pflanzenzwiebeln gesetzt. Doch es ist nur eine von vielen Flächen im Stadtgebiet, denen man ansieht, dass der Stadtverwaltung viel Grün ein Anliegen ist: In allen Orten der Kommune betreuen die drei Fachleute städtische Grünflächen mit Liebe zum Detail. Auf mittlerweile 6000 Quadratmeter ist der „hoheitliche“ Bereich der drei Pflanzenexperten des Baubetriebshofs stadtweit angewachsen – Tendenz steigend. Die Anzahl der Flächen vom Randbeet über Blumenkästen bis zur bepflanzten Verkehrsinsel ist beträchtlich. „Ich habe vor einigen Jahren das Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen gesucht mit dem Ziel, die öffentlichen Grünflächen ansprechender zu gestalten“, erklärt Bürgermeister Walter Kiß. Nicht nur für den Kernbereich der Innenstadt wünschte er sich ein neues Farbkonzept, sondern auch für die Peripherie der Stadt mehr denn je den „grünen Daumen“ der Arbeitskolonne.

So hat Vorarbeiter Steffen Althaus ein Konzept entworfen, das mehr und mehr die vorhandenen Grünflächen in den Blick nimmt, um sie nicht dem unkontrollierten Wildwuchs zu überlassen. Vielerorts sorgen bereits jetzt eingesetzte Stauden für dauerhafte Blütenfreude. Doch das große Beet an der Ecke Siegener/Marburger Straße gehört zu den Arealen mit wechselnder Bepflanzung: Haben die im letzten Jahr eingesetzten Zwiebeln ihre Frühjahrsblüte abgeschlossen, schneiden Alina Reinschmidt, Martina Schneider und Ralf Siewert diese heraus und lagern sie ein, um sie für eine erneute Blüte im nächsten Jahr wieder einzusetzen. In der Zwischenzeit sorgen dann Dahlien und weitere Sommerblumen bis in den Herbst hinein für eine Augenweide.


"Unsere Arbeit ist immer ein Kreislauf."

Martina Schneider


„Unsere Arbeit ist immer ein Kreislauf“, erläutert Martina Schneider den ganzjährigen Arbeitszyklus. Dabei nimmt sie gern in Kauf, dass eine Wechselbepflanzung spürbar mehr Arbeit macht, vor allem in dieser Jahreszeit: „Die Pflanzzeit im Frühjahr ist für mich die schönste Zeit im Jahr – da kommt nochmal richtig die Gärtnerin in mir zum Vorschein.“ Und ihr Enthusiasmus bei der Arbeit sorgt nicht nur bei den Bürgern, sondern auch im Rathaus für Zufriedenheit: „Heute bin ich begeistert, wenn ich sehe, wie engagiert und vor allem kreativ sie sich darum kümmern“, lobt der Verwaltungschef sein Gärnter-Team; „ein Gewinn für alle sind die Farbtupfer gerade in diesen Zeiten.“ bjö

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.