DER TAG DER PFLEGE: In den sozialen Medien werden wichtige Aspekte beleuchtet

Wahre Aufbruchstimmung

Beim Tag der Pflege am 15. Mai werden unter der Überschrift „Pflege fragt – Politik antwortet“ in den Sozialen Medien wichtige Impulse angesprochen und Entwicklungen erörtert. Foto: pixabay

11.05.2021

Unter #wähltpflege sind drei besondere Aktionen geplant.

Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) und die Diakonie Deutschland haben sich auch in diesem Jahr gemeinsame Aktionen zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai einfallen lassen. Der Tag steht dabei ganz unter dem Motto „Pflege fragt – Politik antwortet“. Geplant ist dabei, dass die einzelnen Aktionen von den diakonischen Landes- und Fachverbänden sowie den Einrichtungen adaptiert und regionalisiert werden.


"Als Folge von Covid stehen die Gesundheitssysteme und die Gesundheitsversorgung unter enormem Druck."

Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK – ASI
... über die Auswirkungen der Pandemie


Es werden drei grundlegene Aktionen unter dem Hashtag #wähltpflege geplant:
- Für eine mobile Aktion wird in Berlin ein Van angemietet, der ein großes Plakat durch die Stadt fährt und für Pressefotos vor prominenten Gebäuden wie unter anderem auch dem Reichstag, dem Brandenburger Tor, dem Pflegeheim, dem ambulanter Dienst, DEVAP-Diakonie usw. hält.

- Weiterhin wird eine Social-Media-Kampagne geplant, für die Politiker gebeten werden, Fragen der Pflegekräfte zu beantworten. Diese Antworten werden mit einer knackigen Aussage angerissen und in voller Länge auf der Homepage diakonie.de zu sehen sein. Grundlage für die inhaltliche Richtung der Fragen sind die pflegepolitischen Forderungen der Diakonie Deutschland und des DEVAP für das Superwahljahr 2021. Hierfür werden Design-Vorlagen und Fragenkataloge bereitgestellt, damit dies regional adaptiert und für die politisch Verantwortlichen vor Ort verwendet werden kann.

- Schließlich planen der DEVAP und die Diakonie Deutschland eine digitale Expertenrunde am 12. Mai mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Wilfried sz


Pflegegutachten auf Distanz

Telefonat zur Feststellung des Pflegegrades besser gut vorbereiten

Wer Leistungen der Pflegeversicherung beantragt, wird durch Gutachter des Medizinischen Dienstes (MD) oder der privaten Pflegeversicherung begutachtet – normalerweise im Rahmen eines persönlichen Hausbesuchs. Wegen der Ansteckungsgefahr durch Corona wird aktuell – abhängig von der Inzidenz vor Ort – die Begutachtung in der Regel am Telefon vorgenommen.

„Die Gutachter sehen dabei aber weder die Betroffenen noch deren Wohnumfeld. Das kann sich nachteilig auf den empfohlenen Pflegegrad und damit auf die Höhe der Pflegeleistungen auswirken”, weiß Verena Querling, Pflegerechtsexpertin der Verbraucherzentrale NRW. Außerdem fühlten sich Pflegebedürftige während des Telefoninterviews häufig überfordert und vergessen dann, Einschränkungen anzusprechen. „Wenn bei der Pflegeeinstufung etwas schief läuft oder wenn die Betroffenen mit dem Pflegegrad nicht einverstanden sind, können sie Widerspruch einlegen.”

Wie sich Menschen, die einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen, auf die telefonische Begutachtung vorbereiten können:
- Den Termin der Begutachtung nicht alleine wahrnehmen.

- Auf das Telefonat vorbereiten und wichtige Unterlagen sammeln (so kann zum Beispiel das Führen eines Pflegetagebuchs ratsam sein; ärztliche Gutachten, Krankenhausberichte, der Medikamentenplan und Informationen zu Pflegehilfsmitteln sollten ebenfalls griffbereit liegen).

- Den Fragebogen korrekt ausfüllen: Zur Vorbereitung auf das Telefoninterview erhalten Versicherte einen Fragebogen vom MD. Der Katalog beinhaltet Fragen zu sechs verschiedenen Bereichen der Lebensführung, um den Grad der Selbstständigkeit der Betroffenen zu ermitteln. Die Angaben im Fragebogen bilden die Grundlage für das Telefongespräch mit den Gutachtern. Ratsam: Antragsteller sollten auf jeden Fall eine Kopie vom Fragebogen machen.

- Recht auf Widerspruch gegen die Einstufung: Halten Versicherte oder deren Angehörige die Entscheidung über den Pflegegrad für nicht angemessen, kann innerhalb eines Monats schriftlicher Widerspruch bei der Pflegekasse eingelegt werden. Ein formloses Einschreiben reicht aus. In der Regel lässt die Pflegekasse dann ein weiteres Gutachten durch den MD anfertigen. sz
    

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