Die Tätigkeit im Bauingenieurwesen verlangt ein hohes Maß an Kreativität und Begeisterung für neue Technologien

Smart Cities und nachhaltiges Bauen

Im Bauingenieurwesen sind ein hohes Maß an Kreativität und eine Begeisterung für neue Technologien gefragt. Gerade auch Smart Cities und Smart Regions bieten immer neue Herausforderungen. Foto: pixabay

20.09.2021

„Bauingenieure und -ingenieurinnen planen und berechnen Baumaßnahmen aller Art und leiten deren Ausführung. Daneben sind sie unter anderem in der Baustoffindustrie tätig und wirken bei der Entwicklung neuer Baustoffe und -verfahren mit“, heißt es auf der Homepage der Agentur für Arbeit. Die Trends und Entwicklungen in diesem Berufsfeld sind zugleich ein Spiegelbild der Kreativität, die die Tätigkeit immer wieder aufs Neue zu etwas Besonderem werden lässt: Hier ein paar Anhaltspunkte:

- Neues Europäisches Bauhaus und Renovierungswelle: Um das Ziel lebenswerter und vollständig klimaneutraler Städte zu erreichen, hat die Europäische Kommission im September 2020 das „neue Europäische Bauhaus“ ins Leben gerufen: „Vor dem Hintergrund, dass Gebäude und Infrastrukturen für mindestens 40 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, sollen neue nachhaltige Bauweisen und Designformen entwickelt und in Verbindung mit digitalen Technologien wie KI und Big Data die Ressourceneffizienz erhöhen, die Lebensqualität der Menschen verbessern und einen Systemwandel hin zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft ermöglichen“, so die Experten der Agentur für Arbeit. Für Fach- und Führungskräfte aus Bereichen wie Bau und Architektur, Design, Energie und digitale Technologien eröffnen sich hier vielfältige und innovative Tätigkeitsfelder.

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- Nachhaltige Stadtentwicklung: Zukunftsweisende Konzepte zu Themen wie bezahlbarer Wohnraum, Zuwanderung und soziale Integration, Digitalisierung, klimaverträgliche Mobilität und Energieversorgung sollen unsere Städte nachhaltiger machen. Für Fachkräfte aus Bereichen wie Verkehrs-, Stadt- und Regionalplanung, Architektur und Baugewerbe, Energie- und Gebäudetechnik entstehen auf dem Weg zur Zukunftsstadt neue und umfangreiche Aufgabenbereiche.

- Exoskelette auf der Baustelle: Bei Arbeiten auf der Baustelle müssen Fachkräfte zum Teil schwere Lasten tragen und besonders in den Bereichen Trockenbau, Maler- und Lackiererhandwerk, Elektro- und Sanitärinstallation fallen oft Überkopfarbeiten an. Um Muskeln und Gelenke bei diesen körperlich anstrengenden Arbeiten zu entlasten, können künftig Exoskelette eingesetzt werden. Fach- und Führungskräfte werden sich mit dem Einsatz dieser neuen Hilfsmittel vertraut machen.

- Drohnen, Künstliche Intelligenz (KI) und Roboter in der Bauwirtschaft: Drohnen setzen sich auch in der Bauwirtschaft immer mehr durch, zum Beispiel um mittels 3-D-Kameratechnik Baustellen zu vermessen und digital abzubilden oder um den Baufortschritt zu dokumentieren. „Auch die Inspektion von schwer zugänglichen Bauwerken, beispielsweise von Brücken oder Türmen sowie von Straßen und Schienen, soll künftig per Drohnen erledigt werden.“ Erprobt werden auch vor Ort eingesetzte und BIM-fähige Bauroboter (Building-Information-Modeling), die zum Beispiel nach einem digitalen Bohrplan Bohraufträge und sonstige Deckenmontagearbeiten ausführen oder schwere Lasten wie Baumaterial und Werkzeuge auf einer sich ständig ändernden Baustelle transportieren können. „Um für die Anwendungen dieser Technologien vorbereitet zu sein, müssen sich Fach- und Führungskräfte die entsprechenden Kenntnisse aneignen.“

- Smart Cities und Smart Regions: Die Entwicklung von Städten und Kommunen, in denen Bereiche wie Verkehr, Verwaltung, Telekommunikation, Wohnen, Arbeiten, Energieversorgung und Abfallentsorgung digital verknüpft sind, stellt die Stadt- und Regionalentwicklung vor neue Herausforderungen.

„Dabei gilt es, kommunale Netzinfrastrukturen zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Bürger, Unternehmen und Verwaltungen entsprechen sowie wirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen gerecht werden.“ Auch hier ist das Wissen der Fachkräfte gefragt. Weiter Infos unter: www.berufenet.arbeitsagentur.de sz
    

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