BURBACH: Schulgebäude wurde erweitert und aufgewertet

In neuem Glanz

Postkartenmotiv: Schick und modern präsentieren sich nun die Gebäude der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen. Insgesamt 6,9 Millionen Euro wurden investiert – das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Fotos: Kay-Helge Herrcher

8.11.2021

Insgesamt 6,9 Millionen haben die Arbeiten gekostet.

Die Aussicht vom neugestalteten Schulhof und aus den Fenstern des neuen Verwaltungstraktes der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen hinab in den Freien Grund ist überwältigend – man kann sie schon fast als Postkartenmotiv bezeichnen.


"Es ist ein Vorzeigeobjekt in Sachen Nachhaltigkeit und erfüllt hohe Klimastandards."

Christoph Ewers
Bürgermeister


Nach gut zwei Jahren Bauzeit ist jetzt mit der Verlegung des letzten Bodenbelags vor der Mensa die Gesamtmaßnahme mit einem Investitionsvolumen von 6,9 Millionen Euro abgeschlossen worden. 5,3 Millionen Euro hat die Gemeinde in den Bau des neuen Verwaltungstraktes inklusive Aula investiert, für weitere 1,6 Millionen Euro wurde die Außenanlage komplett neu gestaltet. Die Investition war dringend erforderlich, denn es musste mehr Platz für die gut 450 Schüler geschaffen und das in die Jahre gekommene Außengelände auf Vordermann gebracht werden.

„Mit den ersten Planungen hierzu beschäftigte sich die Rathausverwaltung bereits 2017, denn durch den vor einigen Jahren notwendig gewordenen Anbau der Mensa samt großer Küche war die einstige Pausenhalle sozusagen verloren gegangen“, erklärte Bürgermeister Christoph Ewers bei einem Pressetermin vor Ort. Der Bau der Mensa war im Rahmen der Umstellung auf Ganztagsschulbetrieb erforderlich geworden. Auch eine barrierefreie Verbindung zwischen der ehemaligen Realschule und der einstigen Hauptschule habe gefehlt, fügte das Gemeindeoberhaupt hinzu. 2018 wurde der Bauantrag für den Verbindungsbau gestellt, dem der Kreis Siegen-Wittgenstein als Bauaufsichtsbehörde neun Monate später zustimmte – im Februar 2019 starteten die Bauarbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler der Schule haben die Räume und Außenanlage längst angenommen. Gespräche mit ihnen belegen: auch sie sind zufrieden.
Die Schülerinnen und Schüler der Schule haben die Räume und Außenanlage längst angenommen. Gespräche mit ihnen belegen: auch sie sind zufrieden.

Bereits im vergangenen Jahr war der bauliche Lückenschluss dann fertiggestellt. „Auf einer Bodenfläche von 23 mal 32 Metern entstand ein zweigeschossiges Gebäude. Für das Untergeschoss wurde klassisch auf Stahlbeton gesetzt. Dort nimmt das Forum mit 470 Quadratmetern die größte Fläche ein“, so der bauausführende Architekt Matthias Klein aus Netphen. Der Bereich mit Kiosk und Sanitärräumen dient in erster Linie als Pausenhalle und Aula für Schulveranstaltungen. Dank des Bühnenaufbaus und moderner Licht- und Tontechnik können in den neuen Räumlichkeiten auch Veranstaltungen mit über 400 Sitzplätzen durchgeführt werden. Für die Errichtung des 1. Obergeschosses hatten Verwaltung und Politik der Modellkommune „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ erstmals eine Holzrahmenbauweise in dieser Größenordnung für ein kommunales Gebäude vorgegeben. Hier sind nun auf 725 Quadratmetern das Lehrerzimmer, zahlreiche Büros sowie Arbeits- und Sozialräume untergebracht. „Es ist ein Vorzeigeobjekt in Sachen Nachhaltigkeit und erfüllt hohe Klimastandards“, führte Bürgermeister Ewers weiter aus. Der neue Gebäudeteil wurde an das bestehende, mit Hackschnitzeln betriebene Nahwärmenetz angeschlossen, das auch die alten Real- und Hauptschulgebäude, die Dreifachturnhalle sowie die Hellertalschule heizt.

Der Hauptzugang des Verwaltungstraktes liegt nun auf der Bergseite. Der untere Gebäudeteil ist über den Schulhof erschlossen. Die Anbindung der beiden alten Gebäude zum Neubau gelingt jeweils über ein verbindendes Treppenhaus, in dem jeweils ein Aufzug die Barrierefreiheit jeder Etage sicherstellt. Zusammen mit dem schon vorhandenen Lift im Gebäudeteil I ist das Schulzentrum nun mit insgesamt drei Aufzügen ausgestattet. Nach Fertigstellung des neuen Gebäudes folgte im September 2020 der nahtlose Übergang zur Neugestaltung des 50 Jahre alten Schulhofs. Im Rahmen des Neubaus wurde bereits der lange und steile Böschungsbereich zum Tal hin neu organisiert. Ein Arbeitskreis aus Verwaltung und Politik sowie einer Vertretung der Schule entwickelte mit dem Planungsbüro Thomas Laufenburg aus Niederdielfen das Konzept für die Außenanlage, die abseits der Schulzeiten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht und somit eine Quartierstreff-Funktion erfüllt. Zu den Highlights des Multifunktionsschulhofes gehören unter anderem ein Kleinspielfeld für Fußball und Basketball, eine lange Hangrutsche sowie eine offene Verweilfläche mit Sitzbänken und Beschattung durch Schirmplatanen, die an die Mensa grenzt.

Hatte die Gemeindeverwaltung zunächst mit einer 50-Prozent-Förderung zur Finanzierung der Außenanlage gerechnet, so sei die Maßnahme aufgrund der Corona-Pandemie zur Entlastung des kommunalen Haushalts sogar zu 100 Prozent aus Mitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert worden, so Christoph Ewers. kay
   

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