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BERLIN - Das professionelle Team hinter dem Team hatte großen Anteil an den sportlichen Erfolgen / Generalstabsmäßige Vorbereitung durch Rainer und Sabine Jung

Gesamtes Ejot-Team meistert besondere Belastungsprobe

  • Auch sie sind alle zweifacher Deutscher Meister. Das Team hinter dem Team unterstützte die professionellen Triathleten des Ejot-Teams Buschhütten auf genauso professionelle Weise. Entsprechend stolz präsentierten sich die Helfer zum Foto vor dem Berliner Olympiastadion. Foto: privat

Ein umfangreicher Blick hinter die Kulissen.  

torte „Berlin Berlin, wir fahren nach Berlin!“, skandieren bereits seit Mitte der 80er Jahre die Fußball-Fans, wenn ihr Verein im DFB-Pokal die Gelegenheit hat, das begehrte Finale im Berliner Olympiastadion zu erreichen. Die Männer- und Frauen des Ejot-Teams TV Buschhütten durften jetzt im Rahmen von den „Finals“ ihre Sportart Triathlon vor einem begeisterten Publikum am Olympischen Platz, direkt vor dem Olympiastadion, sowie am etwa 14 Kilometer entfernten Wannsee präsentieren.

Hier fand das vierte und letzte Rennen der Triathlon-Bundesliga über die Sprintdistanz statt. Die Titelverteidiger und Seriensieger aus dem nördlichen Siegerland gewannen jeweils die Tageswertung bei den Männern und Frauen sowie die Bundesliga-Gesamtwertung. Die Männer sind somit zum zehnten Mal und die Frauen zum achten Mal Deutsche Meister.

Hinter der ganzen Erfolgsgeschichte steckte aufgrund der großen Distanz zwischen den zwei Wechselzonen am Wannsee und am Olympischen Platz im Westend aber auch ein immenser logistischer Aufwand für den 27-köpfigen Tross aus Athleten aus aller Welt, für die sportliche Führungsriege und für das immer mit Rat und Tat zur Seite stehende Support-Team aus Betreuern, Fotografen, Videokameraleuten und Physiotherapeutin. Diese Arbeit bekommen Außenstehende in der Regel nicht mit, ist aber genauso spannend wie der eigentliche Wettkampf. Denn kein Team in der vermutlich besten Triathlon-Liga der Welt ist diesbezüglich so perfekt aufgestellt wie das seit vielen Jahren vom Bad Berleburger Traditionsunternehmen Ejot gesponserte Triathlon-Team aus dem nördlichen Siegerland.

Bereits Ende 2018 buchte Team-Managerin Sabine Jung ein Drei-Sterne-Hotel im Stadtteil Spandau, das die Vorraussetzungen erfüllte: Nähe des Olympiastadions, gute Parkmöglichkeiten (in der City kann man keinen Transporter parken) und bezahlbar. Jung buchte für drei Tage einen Konferenzraum, in dem man Material lagern und die Teamsitzungen sowie die Sitzungen mit dem Support-Team abhalten konnte. Dem Ejot-Team gelang es in Gesprächen mit der Hotelleitung, die Frühstückszeiten auf sechs Uhr um eineinhalb Stunden nach vorne zu verschieben. Denn wegen des frühen Starts mussten zunächst die Rennmaschinen verstaut werden, um pünktlich um 7.30 Uhr abzufahren.

14 Tage vor der Abreise in die Hauptstadt arbeiteten Sportdirektor Rainer Jung und seine Ehefrau einen detailierten Logistikplan aus, den sie bis einen Tag vor der Abreise ständig aktualisierten, da sich immer wieder Änderungen in den Teamleiterinformationen und Informationen der Technischen Delegierten und Schiedsrichter ergaben. Diesen Plan erhielten alle Mitreisenden.

Ebenfalls 14 Tage vorher erstellten Rainer und Sabine Jung die Teampräsentation für die Besprechung am Freitagabend mit den Athletinnen und am Samstagabend mit den Athleten, diese erfuhr ebenfalls ständig Aktualisierungen. Dies sogar noch unmittelbar vor den Präsentationen, nachdem zuvor die Teamleitersitzungen der DTU am Wannsee abgehalten worden waren. Die gesamte Fahrzeug-Logistik und die Materialliste erstellten der Sportdirektor und die Team-Managerin in enger Abstimmung mit den Betreuern Claudia, Heiner und Christopher Stötzel.  

Das Erinnerungsfoto mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann (r.) zeigt (v.l.) Betreuerin Andrea Göckus, Physiotherapeutin Isabelle Eberling, den Sportlichen Leiter Marco Göckus sowie die Bronzemedaillengewinnerin Lena Meißner. Foto: torte
Das Erinnerungsfoto mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann (r.) zeigt (v.l.) Betreuerin Andrea Göckus, Physiotherapeutin Isabelle Eberling, den Sportlichen Leiter Marco Göckus sowie die Bronzemedaillengewinnerin Lena Meißner. Foto: torte

Physiotherapeutin Isabelle Eberling hatte ebenfalls einen Zeitplan erstellt, um die elf Athleten (sieben Männer und vier Frauen) in bester körperlicher Verfassung an den Start zu schicken.

Rainer und Sabine Jung wollten nichts dem Zufall überlassen und fuhren in der Nacht von Freitag auf Samstag um 1.30 Uhr die Route vom Hotel bis zum Parkplatz P04 am Olympiastadion ab, da man durch die vielen Streckensperrungen in Berlin nicht auf der normalen Route dorthin gelangen konnte und die Zeiten für die Straßensperrungen noch am Freitagabend erneut geändert worden waren. Das knappe Zeitfenster musste eingehalten werden, sonst wären die Athleten nicht rechtzeitig zum Einchecken am Olympischen Platz gewesen. Bei einer Verspätung wäre der Parkplatz gesperrt worden, und die Athleten hätten nicht einchecken können. Daher musste ein per Hand erstellter „manueller“ Routenplan her, weil das Navigationsgerät die Sperrungen nicht kannte.

Das leibliche Wohl in dem unweit vom Hotel ansässigen italienischen Restaurant Cappuccino musste mit dem Personal abgesprochen werden, denn vor einem Wettkampf ist der Ernährungsplan ein anderer als nach dem „Formel-1-Triathlon“. Da die Frauen am Samstag und die Männer am Sonntag ihr Rennen hatten, musste eine gute Mischung gefunden, ohne dabei das Support-Team zu vergessen.

Die Teamleitung dankt allen regionalen und überregionalen Sponsoren für die Unterstützung. Vor Ort war vor allem die Logistik durch ein Siegener Autohaus von großer Bedeutung. Es stellte mehrere Fahrzeuge zur Verfügung. Auch die spezielle Sportlernahrung und isotonischen Durstlöscher einer heimischen Brauerei wurden nach dem Wettkampf besonders geschätzt.

Für die Video-Crew von Jan Weyand sowie den Medienbeauftragten und Fotografen Thorsten Wroben war es ebenfalls eine logistische Herausforderung, das Team gekonnt in Szene zu setzen. Die Anreise der internationalen und nationalen Athleten musste Team-Managerin Sabine Jung im Vorfeld organisieren. Und in Berlin musste der rechtzeitige Transport zum Flughafen gewährleistet sein.

Einen besonderen Dank richtet die Teamleitung an die Familie Sauer für ihre spontane Unterstützung vor Ort und an die Betreuer, die ein großes Laufpensum zu verrichten hatten. Utensilien für Regen, Kälte sowie Sonne, wie z.B. Kuscheldecken für den Wannsee und ausreichend Getränke, aber auch Reinigungsmittel für verdreckte Autoscheiben, Pannenspray für die Laufräder oder ein Ersatzfahrrad – all das hatte die erfahrene Crew mit eingepackt.

Der Zeitplan der Bundesliga war sehr engmaschig. Die Wege, auch zur Siegerehrung, waren so weit, dass den Aktiven kaum Zeit blieb, sich nach dem Wettkampf mit anderen Teams zu unterhalten und die Rennen zu analysieren.

Die meisterliche Crew des Ejot-Teams genoss schließlich die herrliche Atmosphäre bei der Abschlussveranstaltung der Finals für Athleten, Betreuer und Volunteers auf dem Maifeld vor dem Olympiastadion. Hinein durften auch einige Athleten und Betreuer. Sie hatten vom Veranstalter zur Verfügung gestellte Freikarten für die Leichtathletik-Wettkämpfe.
  

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