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EINMALIGE RABATTE: Am morgigen Freitag können sich die Kunden wieder auf verlockende Angebote beim bundesweiten Black Friday freuen

Black Friday ist längst in Siegen angekommen

  • Am morgigen Black Friday bieten wieder zahlreiche Online-Shops 24 Stunden lang besondere Angebote für Schnäppchenjäger an. Doch auch der lokale Einzelhandel beteiligt sich längst an der Aktion. Foto: pixabay

sz. Am morgigen Freitag, 29. November, ist es wieder soweit: Zum Black Friday 2019 bieten zahlreiche Onlineshops 24 Stunden lang einmalige Rabatte und Sonderangebote und feiern so den Auftakt des Weihnachtsgeschäfts. „Bei black-friday.de finden deutsche Schnäppchenjäger Hunderte Black-Friday-Deals auf einen Blick und verpassen garantiert kein Angebot“, heißt es auf der offiziellen Homepage zur besonderen Shopping-Aktion. „Längst finden die Aktionen der Händler nicht mehr nur am Black Friday selbst statt, sondern werden auf eine ganze Black Week, ein Black Weekend oder bis zum Cyber Monday ausgeweitet.“

Hier die Termine der Black Friday Woche 2019 in der Übersicht: Black Week 2019: 25. November bis 1. Dezember, Black Friday 2019: 29. November, Black Weekend 2019: 30. November bis 1. Dezember, Cyber Monday 2019: 2. Dezember.

In den USA ist der Black Friday seit Jahrzehnten eine feste Institution und bringt jedes Jahr Millionen Amerikaner dazu, sich früh am Morgen in riesigen Schlangen vor den Türen der Einzelhändler zu versammeln, um sich die besten Schnäppchen des Jahres zu sichern. Traditionell findet der Black Friday immer am Freitag nach dem amerikanischen Erntedankfest, dem sogenannten Thanksgiving, statt. Obwohl er kein offizieller Feiertag ist, hat der Black Friday etwas von einem Shopping-Feiertag, da viele Angestellte ihn als Brückentag zwischen Thanksgiving (das immer auf einen Donnerstag fällt) und dem darauffolgenden Wochenende nutzen.


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In einigen Staaten, darunter Kalifornien, Florida, Texas und Washington, haben sogar Staatsangestellte den „Day After Thanksgiving“ offiziell frei. Die Händler nutzen diesen Umstand und locken die kaufwilligen Kunden immer früher in ihre Läden, teilweise sogar schon um Mitternacht. Da wundert es kaum, dass der Black Friday seit Jahren der umsatzstärkste Tag des Jahres für den amerikanischen Einzelhandel ist. Regelmäßig kommt es beim Black Friday in den USA zu tumultartigen Kämpfen um die besten Schnäppchen.

Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, hat der Black Friday keinerlei Bezug zu dem in Deutschland bekannten „Schwarzen Freitag“ – in den USA „Black Thursday“ –, der den New Yorker Börsencrash von 1929 beschreibt. Am „Schwarzen Donnerstag“, dem 24. Oktober 1929, kam es an der New Yorker Börse zu massiven Kursverlusten, die dann aufgrund der Zeitverschiebung einen Tag später, am Freitag, die europäischen Börsen erreichten und eine weltweite Wirtschaftskrise auslösten. In seiner heutigen Bedeutung tauchte der Begriff Black Friday in den USA erstmals in den 60er-Jahren auf und beschrieb die Verkehrsstaus und Menschenmassen auf den Gehwegen, die sich für gewöhnlich an den beiden Folgetagen von Thanksgiving in den Städten bildeten.

Diese zogen sich wie eine „Schwarze Masse“ durch die Einkaufsstraßen. Eine weitere Erklärung geht davon aus, der „schwarze“ Freitag sei ein Synonym für „schwarze Zahlen“, die die Geschäftsleute Jahr für Jahr ab diesem Tag schreiben. Denn aufgrund der enormen Umsätze, die am Black Friday gemacht werden, bringen an diesem Tag viele Händler ihre Bilanzen aus den „roten Zahlen“ in die Gewinnzone und gleichen mit den Verkäufen Verluste der Vormonate aus.


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Was in Amerika funktioniert, funktioniert auch anderswo. Dachte sich zumindest Apple und brachte den Black Friday im Jahr 2006 erstmals nach Deutschland. Die Kultmarke aus Kalifornien bot ihre aus den USA bekannten Black-Friday-Angebote auch in den deutschen Apple-Stores und im Onlineshop an und sorgte damit für viel Aufsehen.

Vom Erfolg von Apple angelockt, sprangen immer mehr Händler auf den Zug auf und veranstalteten ebenfalls spezielle Sale-Aktionen zum Black Friday. In den ersten Jahren waren es vor allem autorisierte Apple-Händler, die den Black Friday in Deutschland bekannter machten. Später folgten große Elektronik-Unternehmen, die den Black Friday für sich entdeckten. Anders als in den USA fand der Black Friday in Deutschland in den ersten Jahren fast ausschließlich online statt. Dies lag vor allem daran, dass Online-Aktionen sehr schnell und ressourcensparend umgesetzt werden können und Online-Händler naturgemäß sehr experimentierfreudig sind.

Mit zunehmender Bekanntheit wurde der Black Friday aber schnell vom klassischen Handel aufgegriffen und fand so seinen Weg in die deutschen Innenstädte und Einkaufszentren. Nach ersten Experimenten, bei denen Online-Gutscheine auch in den Filialen eingelöst werden konnten, gab es im Jahr 2016 bereits Hunderte Off-line-Aktionen, die am und um den Black Friday herum im stationären Handel stattfanden. Dass sich der Black Friday für die Händler trotz hoher Rabatte auszahlt, zeigt eine aktuelle Untersuchung des IFH Köln.

Demnach betrugen die Aktionsumsätze des deutschen Handels am Black Friday Wochenende 2016 bereits 1,7 Mrd. Euro. Im Jahr 2017 stiegen sie um 23 Prozent auf 2,1 Mrd Euro und erreichten beim Black Friday 2018 mit 2,4 Mrd. Euro ihren vorläufigen Höhepunkt. Bleibt es bei der beeindruckenden Wachstumsrate, dürften die Händler am Black Friday 2019 bereits die Schallmauer von 3 Mrd. Euro Umsatz durchbrechen. In diesem Jahr fällt der Black Friday auf den morgigen 29. November. Man darf gespannt sein, welche Sonderangebote insbesondere die lokalen Einzelhändler in diesem Jahr für ihre Fans bereithalten werden. Eines dürfte jedoch sicher sein: Der Black Friday wird sich auch im Jahr 2019 wieder für die Kunden auszahlen.
    

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