DILLENBURG: Allerheiligen ist auf dem Schlossberg jede Menge los

Die Geschichte erwacht

  • Die Projektgruppe „18. Jahrhundert“ des Dillenburger Museumsvereins begrüßt ab 12 Uhr vor dem Wilhelmsturm das Publikum mit Salutschüssen. Foto: Stadt Dillenburg

sz. Bedingt durch den Allerheiligen-Fiertag in den angrenzenden Bundesländern rechnet das Schlossbergteam um Suada Curovic und Jurate Minde am morgigen 1. November wieder mit zahlreichen Gästen im Wilhelmsturm und in der Villa Grün. Mit großzügigen Angeboten werden interessierte Gäste seit Jahren an diesem Termin zu einem Besuch dieser historisch bedeutsamen Stätte animiert.

Es locken herzhafte Spezialitäten aus heimischen Bäckereien und Metzgereien, die von fleißigen Helfern serviert werden. Süßigkeiten, Kaffee und weitere Getränke runden das umfangreiche Angebot ab, das nach Kauf einer Eintrittskarte kostenlos zu genießen ist.


Jung und Alt können sich auf einen Ausflug in die Vergangenheit freuen.


Auf dem Schlossberg informieren die Museen Wilhelmsturm und Villa Grün zu bedeutsamen Anlässen aus der politischen und ökonomischen Geschichte des früheren Dillkreises. Neben den Museen sind die Kasematten (unterirdische Verteidigungsgänge) eine weitere Attraktion. Im Wilhelmsturm wird auf vier Etagen die Geschichte des Hauses Oranien-Nassau, des Stammhauses des niederländischen Königshauses, anhand von Schautafeln, Filmen und Gebäudemodellen geschildert. In der Villa Grün finden die Gäste in einer Dauerausstellung auf drei Ebenen einen Zugang zur Vergangenheit und Gegenwart der Wirtschaft im früheren Dillkreis. Nach einem Rundgang durch eine Ausstellung von Exponaten aktuell tätiger Firmen im früheren Dillkreis öffnet sich im Obergeschoss ein Panorama historischer Öfen und Herde. Die Geschichte des Bergbaus im Dillkreis wird im Erdgeschoss der Villa Grün in einer Präsentation dargestellt. Die Sonderausstellung „Hundertwasser Kunstdrucke“ ist an diesem Tag zum letzten Mal in der Villa Grün zu besichtigen, jedes Exponat kann erworben werden. Etwas völlig Ungewöhnliches erwartet die Besucher bei einer Führung durch die Kasematten: Sie erfahren während einer Stunde Führungsdauer alles Wissenswerte zu den unterirdischen Verteidigungsanlagen, die nach den Kasematten in Luxemburg als die zweitgrößten Europas gelten. Die Besucher werden über etwa einen Kilometer auf mehr oder weniger schmalen Gängen unter dem ehemaligen Schloss geführt, bestaunen kirchenkuppelähnliche Hallen (u. a. „die große Durchfahrt“) und erfahren, dass bis zu 2000 Soldaten aus diesen Verliesen das ehemalige Schloss zu verteidigen versuchten. In nur wenigen Sekunden vermittelt der Führer den Besuchern einen Eindruck von der Mächtigkeit der Kasematten: Er kippt ein Glas Wasser in einen Brunnen und nach etwa sieben Sekunden hört man das Aufplatschen des Wassers auf dem Grund – nach stattlichen 62 Metern Fallhöhe.

Den Schlossbergbesuchern wird an diesem Tag durchgehend von 10 bis 17 Uhr ein umfangreiches kulinarisches und Unterhaltungsprogramm geboten. Ab 10 Uhr finden zu jeder vollen Stunde Kasemattenführungen statt.

In der Villa Grün werden Besucher um 11 Uhr und 15 Uhr durch die Hundertwasser-Kunstdruck-Ausstellung geführt. In einer Malaktion können Kinder vorgedruckte Postkarten mit Wilhelmsturm- und Villa-Grün-Konturen im Hundertwasserstil ausmalen. Die Projektgruppe „18. Jahrhundert“ des Dillenburger Museumsvereins begrüßt ab 12 Uhr vor dem Wilhelmsturm das Publikum mit Salutschüssen.
    

- Anzeige -
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.