Strom sparen mit der Heizungspumpe

Bei den meisten Heizanlagen spielt die Umwälzpumpe eine wichtige Rolle. Sie transportiert den aufgeheizten Wärmeträger (in der Regel Wasser) im Heizkreislauf zu den Heizkörpern und wieder zurück. Was viele Hauseigentümer nicht wissen: Der Stromverbrauch einer älteren ungeregelten Pumpe kann sehr hoch sein – mitunter fast ein Zehntel des durchschnittlichen Stromverbrauchs im Haushalt. Der Grund: Ungeregelte Modelle können ihre Leistung nicht an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Sie laufen deswegen in der Übergangszeit genauso wie in kalten Winternächten mit voller Leistung – und verbrauchen so permanent viel Strom. Eine modern geregelte Umwälzpumpe hingegen „erkennt“ den Wärmebedarf und passt ihre Drehzahl entsprechend an. Der Stromverbrauch sinkt dadurch so deutlich, dass es sich auch lohnt, funktionstüchtige ältere Modelle zu ersetzen. Wird beispielsweise eine alte 100 Watt-Pumpe gegen eine geregelte 20 Watt-Pumpe ausgetauscht, kann sich die Investition schon nach vier Jahren rechnen. Der Staat hat das Einsparpotenzial ebenfalls erkannt und fördert den Austausch. txn


Smarte Heizungstechnik hilft

DIGITALISIERUNG: Verbrauch kann um bis zu 15 Prozent gesenkt werden

shk. Eine Digitalisierung der Heizungstechnik bietet Hausbesitzern nicht nur deutlich mehr Komfort, sondern auch erhebliche Energieeinsparpotenziale. Konkret kann der Energieverbrauch durch die Digitalisierung um bis zu 15 Prozent reduziert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) erstellt hat.

Für die Einsparungen, so die Studie, seien viele Faktoren verantwortlich: Mit einer intelligenten Steuerung laufe die Heizung stets im optimalen Bereich, die digitale Heizung binde Wetterprognosen mit ein und erkenne automatisch, ob jemand zuhause ist. Zudem speichere sie die Gewohnheiten der Bewohner und stelle sich darauf ein, ohne dass dies extra programmiert werden müsste. Im Neubau sollte die Integration digitaler Technik bei Heizsystemen heute selbstverständlich sein, aber auch bei einer anstehenden Heizungsmodernisierung kann sie viele Vorteile bringen. „Um die entsprechenden Anforderungen umsetzen zu können, ist bei der Digitalisierung der Heizung die Beratung und Planung durch den Fachhandwerker entscheidend. Er weiß, worauf es ankommt“, rät Frank Ebisch, Pressesprecher beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima e.V. (ZVSHK).


Mit einer intelligenten Steuerung läuft die Heizung stets im optimalen Bereich.


Der Aufwand für die Einrichtung einer digitalen Heizung ist denkbar gering, die Installation der Internet-Schnittstelle ist über Plug-and-Play mit dem Heizungssystem in wenigen Minuten erledigt. Anschließend erfolgt die Aufschaltung der Heizungsanlage über die Software des Herstellers. Danach stehen alle digitalen Funktionen zur Verfügung.

Nach der Digitalisierung können Wärmeerzeuger via Heizungs-App auf dem Smartphone aus der Ferne gesteuert und überwacht werden. Die Raumtemperatur etwa lässt sich absenken oder anheben, damit sind in Zeiten der Abwesenheit erhebliche Energieeinsparungen möglich. Auch die Warmwassertemperatur und die Einstellungen einer Lüftungsanlage können auf diese Weise komfortabel angepasst werden. Zudem lassen sich die Wärmeerzeuger vom Fachhandwerker viel effektiver warten. Sollte es einmal zu einer Störung kommen, erkennt das System per Ferndiagnose die Ursachen. Für den Hausbesitzer hat dies den Vorteil, dass der Heizungshandwerker schnell reagieren und optimal vorbereitet zum Servicetermin fahren kann.

Vorher – nachher

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat die Vorteile einer digitalisierten Heizung so zusammengefasst:

- Die herkömmliche Heizung verfügt über eine Regelung ohne Internetzugang, die bekannte Funktionen wie Witterungsführung, Raumtemperatur-, Trinkwarmwasser-Temperaturregelung, Heizkurveneinstellung und Schaltzeiteneinstellung sowie die Frostschutzfunktion beinhaltet.

- Die digitale Heizung steht für eine Heizung, bei der ein Nutzer mit der Anlage interagiert und die mit einfachen Anwendungen individuell übers Smartphone gesteuert oder aus der Ferne betreut werden kann. Wichtige Parameter werden sekundengenau visualisiert. (djd)

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