Beratungsgespräch gibt Auskunft über die Möglichkeiten vor Ort

Faktoren berücksichtigen

  • Wenn die Ölheizung noch alternativlos für die verlässliche Wärmeversorgung im eigenen Haus ist, dann bietet sich ein Hybridsystem an. Für die Verbindung von Öl-Brennwerttechnik mit erneuerbaren Energien ist die fachliche Beratung aber das A und O. Foto: Brötje/txn

txn. Das Klimapaket der Bundesregierung hat Folgen für jeden Eigenheimbesitzer, der sein veraltetes Heizsystem gegen eine energiesparende Variante austauschen möchte. Besonders viel Unsicherheit gibt es auch heute noch hinsichtlich der Ölheizung. Die wichtigsten Fragen beantwortet Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbandes Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK)

- Muss eine vorhandene Ölheizung ausgebaut werden? „Nein – es sei denn, sie ist älter als 30 Jahre oder der Eigenheimbesitzer möchte der Umwelt etwas Gutes tun. Auch wer heute eine Ölheizung kauft, wird diese nach aktuellem Stand der Gesetzgebung für 30 Jahre betreiben können.“

- Darf ich mir heute noch eine Ölheizung einbauen lassen? „Ja – es gibt allerdings keine Fördergelder mehr. Ab 2026 dürfen Öl-Kessel dann nur noch eingebaut werden, wenn sie in einem Hybridsystem mit einem Wärmeerzeuger gekoppelt sind, der mit erneuerbaren Energien arbeitet. Das kann eine Solarthermie Anlage auf dem Dach oder eine unterstützende Wärmepumpe im Garten sein.“

- Welches Heizsystem ist für mein Haus künftig noch geeignet? „Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen sind. Gibt es einen Gasanschluss? Wie hoch ist der Heizbedarf? Sind die Dachflächen für Solarsysteme geeignet? Am besten ist ein Beratungsgespräch mit dem Heizungsfachmann vor Ort. Er prüft, wie sich erneuerbare Energien in das künftige Heizsystem einbinden lassen. Und mit seinem Input sind auch die ersten finanziellen Berechnungen möglich: Was kostet das neue Heizsystem? Wie stark sinken die Heizkosten durch den Austausch? Welche Zuschüsse gibt es? Vor allem die staatliche Unterstützung ist es, die viele Eigenheimbesitzer anspornt.

Generell gilt: Für Heizsysteme, die vollständig auf fossile Energieträger verzichten, erstattet der Staat bis zu 45 Prozent der Kosten. Was viele nicht wissen: Gefördert wird nicht nur der Kauf des regenerativen Heizsystems, sondern auch die Arbeit, die für den Einbau notwendig ist. Darüber hinaus können 20 Prozent der Kosten für handwerkliche Leistungen steuerlich geltend gemacht werden.

Im Sommer prüfen, im Winter sparen

Einen Heizungs-Check sollte man am besten in der warmen Jahreszeit durchführen lassen – in diesen Monaten wird die Heizung meist nur zur Warmwasserbereitung benötigt. Die Heizung ist ein komplexes System mit vielen Komponenten. Diese müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, um die volle Leistung bei möglichst geringem Energieaufwand zu bringen. Wird die Anlage im Sommer gewartet und optimiert, kann man bereits mit Beginn der neuen Heizsaison Energie und Kosten sparen. Ein weiteres Argument für den Check im Sommer: Nun bekommt man viel schneller einen Termin beim Fachhandwerker als in der herbstlichen Hochsaison. Überhaupt: Eine Heizungsanlage steckt die Dauerbelastung aus der kalten Jahreszeit nicht einfach weg: Verschleißerscheinungen, Defekte oder Fehlfunktionen schleichen sich eventuell ein. Unerkannt können sie großen Schaden verursachen. Daher sollte die Anlage regelmäßig einer Wartung unterzogen werden. Damit kann man nicht nur langfristig den Energieverbrauch und die entsprechenden Kosten senken, sondern sich unter Umständen auch aufwändige Reparaturen sparen. Der Experte tauscht Verschleißteile aus und reinigt das System von Verbrennungsrückständen. (shk)

Das Badezimmer wird intelligent

Die Digitalisierung ist im Badezimmer angekommen. Foto: rilueda/Fotolia/ZVSHK
Die Digitalisierung ist im Badezimmer angekommen. Foto: rilueda/Fotolia/ZVSHK

txn. Morgens beim Zähneputzen die Wetterkarte und die Staumeldungen abrufen, nachmittags auf dem Nachhauseweg per App die Raumtemperatur erhöhen – auch im Badezimmer ist smarte Technologie längst angekommen. Besonders interessant wird es, wenn das intelligente Bad seinen Nutzer per Fingerscan erkennt und Wassertemperatur, Musikwahl, Raumduft und vieles mehr individuell einstellt.

Neben Komfort und Unterhaltung geht es aber vor allem um Energieeffizienz und barrierefreie Körperpflege. „Das digitalisierte Bad sollte immer auch altersgerecht sein“, weiß Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Sehr komfortabel ist beispielsweise die berührungslose Bedienung von WC, Waschtisch und Türen. Sensoren können einen Sturz in der Dusche erkennen und bei Bedarf sogar Hilfe herbeirufen. Sinnvoll sind auch „mitdenkende“ Badezimmerspiegel mit eingebauten Bildschirmen, die beispielsweise an die Einnahme von Tabletten erinnern.

Wird ein Badezimmer saniert oder barrierefrei umgestaltet, sollten die neuen Assistenzsysteme gleich mit integriert werden. Eigenheimbesitzer, die damit noch warten möchten, sind gut damit beraten, zumindest die entsprechenden Stromanschlüsse setzen zu lassen – denn ohne Energieversorgung können digitale Assistenten nicht arbeiten. Die Zukunft im eigenen Bad erleben zu können, ist vor allem eine Frage der fachgerechten Planung und deswegen sollte frühzeitig der Kontakt zu einem SHK-Fachbetrieb gesucht werden.
     

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