WÄRMEPUMPEN: Mit den Anlagen ist theoretisch nicht nur das Heizen möglich

Auch zur Kühlung geeignet

  • Im Winter heizen, im Sommer kühlen – wer sich für die Installation einer Wärmepumpe entscheidet, profitiert das ganze Jahr von einem angenehmen Raumklima. Foto: Mitsubishi Electric/txn

txn. Die Zukunft des Heizens braucht keinen Brennstoff – denn in der Natur ist genügend Wärme gespeichert. Moderne Wärmepumpen nutzen die vorhandene Umgebungswärme aus dem Erdreich, der Luft oder dem Grundwasser. Das ist ökologisch empfehlenswert und kostengünstig. Was viele nicht wissen: Das technische Prinzip der Anlage macht es möglich, dass sie im Sommer bei umgedrehter Funktionsweise auch zur Kühlung der Wohnräume über die Fußbodenheizung eingesetzt werden kann. Die Raumtemperatur lässt sich so um bis zu 3 Grad senken – ohne den energieintensiven Betrieb einer Klimaanlage. Um herauszufinden, welche Wärmepumpe optimal zu den eigenen Bedürfnissen passt, sollten sich Eigenheimbesitzer an den Heizungsfachbetrieb vor Ort wenden.


Der Heizungsfachbetrieb vor Ort hilft bei der richtigen Wahl.


Die Experten können auch einschätzen, ob die Kombination mit einer ebenfalls förderfähigen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sinnvoll ist, mit der sich der Betriebsstrom für die Wärmepumpe selbst erzeugt lässt. Und ein zusätzlicher Pufferspeicher macht es möglich, sich an sonnigen Tagen einen Wärmevorrat anzulegen.


Wärmepumpe ist nicht Wärmepumpe

Unsere Umwelt speichert Energie – und wir können sie mit den richtigen Anlagen problemlos anzapfen

txn. Ob im Grundwasser, in der Erde oder in der Luft – unsere Umwelt speichert Energie. Diese unerschöpfliche Wärmequelle können Eigenheimbesitzer mit einer Wärmepumpe problemlos anzapfen.

Sie erschließt die natürlich gespeicherte Energie und gibt sie ohne Verbrennungsprozess an den Heiz- und Wärmekreislauf des Hauses ab. Das hilft der Umwelt und dem Geldbeutel: aus einer Kilowattstunde Strom wird das Drei- bis Vierfache an Heizenergie. Aufwand und Leistungen hängen dabei stark von den individuellen Gegebenheiten vor Ort ab. Luftwärmepumpen lassen sich fast ohne Erschließungskosten im Garten oder sogar im Haus aufstellen. Dabei muss auf den Schallschutz geachtet werden, um niemanden durch die Betriebsgeräusche zu stören.

Wer mit Erdwärme heizen möchte, muss sich zwischen einer Tiefen- oder einer Flächensonde entscheiden. Eine Tiefensonde wird weit ins Erdreich hinabgelassen. Dafür wird nur wenig Platz benötigt, durch die tiefen Bohrungen sind die Erschließungskosten relativ hoch. Alternativ können Flächenkollektoren waagerecht in der Erde verlegt werden. Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): „Wohnfläche mal 1,5 ergibt überschlägig die Kollektorgröße. Ein Eigenheim mit 200 qm benötigt mindestens 300 qm Flächenkollektoren.“ Grundwasser-Wärmepumpen wiederum gelten als sehr effizient. Für die Installation sind zwei Brunnenbohrungen sowie eine Genehmigung des Wasserwirtschaftsamts notwendig.

Typunabhängig empfiehlt es sich, eine Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage zu koppeln, die einen Teil des Stroms für die Wärmepumpe produziert.
    

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