Angenehme Wärme durch elektrische Boden- und Wandheizungen

Schnell und sparsam

Moderne Heizsysteme können auch per Smartphone gesteuert werden. Dazu ist lediglich eine App erforderlich. Foto: djd/Schlüter-Systems

10.05.2021

Elektrische Flächenheizungen an der Wand oder auf dem Fußboden werden immer beliebter – ob im Neubau oder bei der Modernisierung. Mit solchen Heizungen wird die Wärme genau dorthin gebracht, wo sie benötigt wird. Man kann ganz gezielt Bereiche wie den Fußboden im Bad oder die Wand in der Dusche beheizen. Während konventionelle Heizkörper vor allem die Luft im Raum erwärmen, geben Boden- und Wandheizungen eine milde, wohltuende Strahlungswärme ab.

Moderne Heizsysteme werden entweder manuell am Temperaturregler oder aus der Ferne gesteuert. Für letztere Option ist lediglich eine App auf dem Smartphone oder Tablet erforderlich. Kombiniert mit der langen Nutzungsdauer und Wartungsfreiheit sowie mit den vergleichsweise günstigen Anschaffungskosten kann eine innovative Boden- und Wandheizung für Bauherren und Modernisierer eine lohnenswerte Investition sein. Die Heizungen arbeiten effizient und günstig. Die milde Strahlungswärme kommt schnell und gleichmäßig an der Oberfläche an, innerhalb weniger Minuten steigert sich dort die Temperatur. Die punktgenaue Steuerung sorgt für einen energie- und damit auch kostensparenden Betrieb. Zwei Stunden Heizzeit am Tag auf einer rund vier Quadratmeter großen Fläche kosten nicht mehr als ein Espresso pro Woche im Lieblingscafé.

Bestimmte Modelle bieten passend dazu auch eine spezielle Entkopplungsmatte als Basis für die Heizkabel an, so dass Bauherren zusätzlich noch von einer Minderung der Trittschallübertragung profitieren: Die Matte reduziert diese um bis zu 13 Dezibel. Das System dient darüber hinaus als sichere Abdichtung im Verbund mit dem Fliesen- oder Natursteinbelag. Die Heizung kann also gut in Feuchträumen wie Badezimmern genutzt werden, auch gezielt im Duschbereich.

Die Trägermatte verhindert außerdem dank ihrer Entkopplungstechnologie Schäden an den Keramik- oder Natursteinplatten. Der Aufbau kann daher auch auf kritischen Untergründen wie Holzböden oder frischen Estrichen ohne Probleme installiert werden. djd


Dämpfer muss man nicht hinnehmen

Ob kurze Erfrischung oder Schaumbad – die Selbstverständlichkeit der täglichen Körperhygiene erfährt spätestens dann einen Dämpfer, wenn man sich nicht mehr uneingeschränkt auf den eigenen Körper verlassen kann. Besonders für ältere Menschen werden Ein- und Ausstieg in die bzw. aus der Wanne beschwerlich und der Wannenrand wird zur Hürde Nummer eins. Und nun? Die Eigenständigkeit aufgeben oder umziehen? Nicht, wenn man sich mit einer Teilsanierung die persönliche Autonomie und Sicherheit zurückholt.

Innerhalb kürzester Zeit können Experten z. B. die Badewanne zu einer barrierearmen Dusche umbauen, indem der Wannenkorpus entfernt und durch eine begehbare, mit einer Antirutsch-Beschichtung ausgestattete Duschkabine ersetzt wird. So lässt sich der gewohnte Pflegekomfort aufrechterhalten. Eine weitere Lösung ist der nachträgliche Einbau einer wasserdichten Wannentür, die einen gefahrlosen Zu- und Austritt gewährleistet. Stabile Haltegriffe erleichtern den Ablauf zusätzlich. So ist das mühsame „Kraxeln“ über den Rand passé, und die Lebensqualität steigt enorm. epr


Die Zeit überbrücken

Mobile Heizzentralen kann man auch tageweise ausleihen

In eine neue Heizungsanlage zu investieren, lohnt sich in vielen Fällen. Moderne Heizungen sind im Unterhalt günstiger als alte und laufen umweltverträglicher. Zudem vergibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finanzielle Förderungen für die Umrüstung auf nachhaltige Energieerzeugung. Wer etwa eine förderfähige Wärmepumpe in sein bestehendes Haus einbaut, erhält 35 Prozent der Kosten als Zuschuss. Wird dabei eine alte Ölheizung ausgetauscht, übernimmt der Staat sogar 45 Prozent der Gesamtkosten.

Jedoch dauert eine Heizungssanierung mehrere Tage, an denen die reguläre Wärmeversorgung und die Warmwassererzeugung unterbrochen werden müssen. In dieser Zeit können mobile Heizzentralen die Überbrückung übernehmen. So ist es möglich, Sanierungsarbeiten auch bei einem kompletten Systemumbau ohne Zeitdruck und ohne Unterbrechung der Wärmeversorgung auszuführen. Die mobilen Anlagen sind in unterschiedlichen Bauarten, Größen und Leistungsklassen auf dem Markt verfügbar. Für den Einsatz in Ein- und Mehrfamilienhäusern leistet zum Beispiel ein Modell mit einer Wärmeleistung bis zu 36 Kilowatt gute Dienste. Das handliche Gerät wird direkt im Heizkeller aufgestellt. Für Einsätze in größeren Wohnanlagen reicht eine Heizzentrale mit einer Wärmeleistung von etwa 90 bis 150 Kilowatt.

Besonders umweltschonend sind Heizanlagen, wenn sie mit Flüssiggas betrieben werden können. Das verringert den CO2 -Ausstoß im Gegensatz zur Nutzung von Heizöl deutlich. Da die Heizung während einer Sanierung meist nur tageweise überbrückt werden muss, lohnt es sich, die Anlage für den benötigten Zeitraum zu mieten. Der richtige Ansprechpartner dafür ist der Heizungsfachbetrieb vor Ort. djd
   

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