NIEDERSCHELDERHÜTTE: Firma „biss.art“ mit neuer Präsenz und neuen Möglichkeiten

Der Neuanfang

Das Inhabertrio vor dem neuen Logo: Petra Zahn, Markus Jung und Klaus Peter Zahn (v.l.).

28.09.2020

Arbeit in den Dentallaboren wird zunehmend digitaler.

Neuer Name, neuer Standort, neues Gebäude: In vielerlei Hinsicht kann man von einem Neuanfang sprechen. Aus der ehemaligen Firma Strunk Zahntechnik ist die „biss.art“ geworden, die drangvolle Enge des Gosenbachtals wurde gegen das deutlich offenere Siegtal getauscht, und ein Vergleich des alten und neuen Domizils erübrigt sich fast schon. Ein Quantensprung für das Unternehmen? Geschäftsführer Klaus Peter Zahn schüttelt den Kopf: „Mehrere Quantensprünge.“ Diese waren notwendig, um die Zukunft des Unternehmens langfristig zu sichern. Nunmehr weiß aber auch die breite Öffentlichkeit, dass sich hinter dem neuen Logo mit dem stilisierten Krokodil deutlich mehr als „Kunst am Bau“ verbirgt.

Der Umzug stellt für das Dentallabor einen Meilenstein dar – dabei hatte vor einem Jahr mancher eher skeptisch auf das geschaut, was da an der vermeintlichen „Engstelle“ am Erzquell-Kreisel passierte. Doch schon beim Spatenstich hatte Zahn keinen Zweifel daran gelassen, dass es sich hier um eine Wunschfläche handelt. Nunmehr sieht er sich umso mehr bestätigt: „Das Grundstück ist in jeder Hinsicht perfekt.“ Erst jetzt nach Fertigstellung sehe man, wieviel Platz eigentlich vorhanden sei.

Hinter „biss.art“ steht ein vergleichsweise großes Team: 33 kompetente Mitarbeiter stehen für Qualität. Fotos: thor
Hinter „biss.art“ steht ein vergleichsweise großes Team: 33 kompetente Mitarbeiter stehen für Qualität. Fotos: thor

Seit 2017 hatte die Geschäftsführung Umzugsgedanken gehegt. In Gosenbach waren die Räume angemietet, die verschachtelte Bauweise erschwerte eine effiziente Arbeit. Zahn macht in diesem Zusammenhang aber auf einen noch wichtigeren Aspekt aufmerksam. Die Zahntechnik als Handwerk werde immer digitaler. Längst hat das computergestützte Design Einzug in die Labore gehalten, so auch bei „biss.art“. Die Digitalisierung wirkt sich natürlich auch auf das Arbeitsumfeld aus. „In Gosenbach war das so nicht mehr gegeben“, erklärt der Geschäftsführer.

Weil man im Bereich der Stadt Siegen kein passendes Grundstück fand, wurde der (kleine) Schritt über die Landesgrenze „gewagt“. Die Anund Abführungszeichen stehen deshalb, weil sich die Zahntechniker von Anfang an bestens von der Ortsgemeinde Mudersbach und dem Bauamt der Kirchener Verwaltung betreut und unterstützt fühlten. Für das eine oder andere graue Haar mehr bei Zahn sorgten hingegen während der Bauphase überregionale Behörden und die Deutsche Bahn – doch diese Erfahrung haben vor ihm schon viele, viele andere gemacht.

Der Beginn der Pandemie war natürlich auch für das Dentallabor mehr als nur ein Schreckmoment. Auf einmal sei das Labor so leer wie sonst nur nach Weihnachten gewesen, erzählt Zahn. Doch sei der Betrieb recht schnell wieder angelaufen. Letztlich ist der Bau planmäßig realisiert worden. Und ja: „Wir sind schon ein bisschen stolz darauf, was wir hier geschafft haben“, sagt Zahn.

Keine Frage: Mit dem neuen Standort an einem der meistfrequentierten Knotenpunkte des Siegerlands soll natürlich auch ein Wachstum verbunden sein. Der Geschäftsführer sieht für sein Unternehmen noch genug Potenzial. Gerade auch für mögliche Kunden aus dem AK-Land sei man jetzt deutlich präsenter. „In unserer Branche sind wir mit 33 Mitarbeitern bereits ein Großunternehmen, und obwohl unsere Tätigkeit zunehmend digitaler wird, bietet der Neubau auch ausreichend Kapazitäten für weiteres Wachstum im Team.“ Ein wichtiger Vorteil des neuen Raumkonzepts. Was jetzt noch fehlt, sind die AK-Kennzeichen für die Firmenfahrzeuge. Auch diese Umrüstung ist für Zahn eine Selbstverständlichkeit.

So trägt „biss.art“ als eines der ersten Unternehmen zum angestrebten Wandel von Niederschelderhütte bei, der im Laufe der nächsten Jahre große Teile der Kölner Straße verändern soll. Zahn wird ihn aus seinem Büro heraus aufmerksam verfolgen. thor
    

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