Trends: In der Pandemie haben die Themen Möbel und Einrichten an Bedeutung gewonnen

Wunsch nach Geborgenheit

Im Wohnzimmer ist bei den Hölzern vor allem Eiche beliebt – hier in Verbindung mit beleuchteten Glasvitrinen und erdigen, warmen
Farbtönen. Foto: VDM/Gwinner

28.01.2021

Der Trend zum Homeoffice beflügelt die deutschen Möbelhersteller.  

Die Pandemie beeinflusst langfristig unsere Einrichtung, und so sind auch die Möbeltrends 2021 von dem Wunsch nach einem sicheren und gesunden Wohnen sowie der zunehmenden Wertschätzung von Ökologie und Nachhaltigkeit geprägt. Die Hersteller bieten neue Lösungen für das Homeoffice, viel Komfort und Smartes sowie Erholung in Bad, Wohnraum und Schlafzimmer. In der Küche wird wieder viel gekocht. Neben der Wohnlichkeit steht deshalb bei der Küchenmöblierung die Funktionalität stark im Fokus.

Das vergangene Jahr hat unser Wohnen verändert. Die Lockdown-Maßnahmen haben uns, im wahrsten Sinne des Wortes, zu Hause „sitzen lassen“, und wir hatten viel Zeit, uns mit unserer Einrichtung zu beschäftigen. „Dabei mussten wir uns neu arrangieren: Homeoffice und Homeschooling wurden zum Alltag, und damit legte der digitale Fortschritt in den eigenen vier Wänden einen Turbo ein“, stellt Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK), fest.
                                 

Möbelhaus Heinrich Bald GmbH & Co. KG

In der Pandemie habe das Thema Möbel und Einrichten erheblich an Bedeutung gewonnen. „Und die stärkere Hinwendung auf das eigene Zuhause wird auf Dauer bleiben“, ist Kurth überzeugt.

Der Trend zum Homeoffice beflügelt die deutschen Möbelhersteller in allen Bereichen: „Küchenhersteller bieten Homeoffice-Module, Esstische bekommen Ladefunktionen und Schubladen zum Verstauen von Tablets, und auch Schlafzimmermöbel halten 2021 ein ruhiges Plätzchen zum Arbeiten bereit“, berichtet Trendexpertin Katrin de Louw, die in Kooperation mit den Möbelverbänden die Wohntrends 2021 analysiert hat.


"Die stärkere Hinwendung auf das eigene Zuhause wird auf Dauer bleiben."

Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie


Gleichzeitig haben die Unsicherheit, die die Ereignisse des vergangenen Jahres mit sich brachten, und die erhöhten Anforderungen an das Wohnumfeld dazu geführt, dass wir zukünftig möglichst flexible Einrichtungssysteme bevorzugen. Die Verbraucher wollen schnell auf Wandel und einen sich ändernden Bedarf reagieren können. Inspiriert vom modularen Bauen, sind 2021 und darüber hinaus verstärkt modulare Möbelkonzepte zu sehen, die sich den Bedürfnissen schnell und problemlos, bestenfalls werkzeuglos, anpassen. Aber auch solitäre Möbel können, raffiniert kombiniert, ein eigenes und hochindividuelles „System“ bilden – geprägt von Einzelsesseln, Beistelltischchen, Poufs und Rollwagen – und durch individuelle Kombination ihre Funktionalität wandeln.

Neben dem Zukunftswerkstoff Holz sind weitere Naturmaterialien in unserer Wohnung zunehmend beliebt. 2021 sehen wir auch Flechtwerke aus Hanf und Flachs, Möbel mit Kork, Linoleum und Lederapplikation sowie Textilien aus Naturleinen, Wollfilz oder zertifizierter Baumwolle. Bei den Hölzern bleibt die Eiche führend, Nussbaum unterstützt den Trend zu dunkleren Wohnszenen. Skandinavisches Feeling bringen hellere Hölzer, wie Esche, Birke, Ahorn, insbesondere in das jüngere Wohnen.

Glas bleibt ein wichtiges Material und wird mit umfangreichen LED-Lichtsteuerungen kombiniert, die jede Funktion und Gemütslage 2021 unterstützen können, auch per App über das Smartphone gesteuert. Die Hölzer bekommen zunehmend einen Grauanteil und werden mit Metall kombiniert, allem voran schwarzem Metall. Aber auch Bronze und Messing sind aktuell nicht aus der Einrichtung wegzudenken.
                     

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