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ZENTRALE ANLAUFSTELLE: Senioren- und Pflegeberatung des Kreises hilft und berät

Wenn die Kraft nachlässt

  • Wer als älterer Mensch Hilfe sucht, findet beispielsweise im Team der Senioren- und Pflegeberatung des Kreises Siegen-Wittgenstein versierte Ansprechpartner. Fotos: pixabay

kano. Wer hilft mir in Haus und Garten? Wer kann für mich einkaufen gehen? Wie meistere ich überhaupt meinen Alltag, wenn die Kräfte nachlassen? Gaby Jakobs von der Senioren- und Pflegeberatung des Kreises Siegen-Wittgenstein, bei der die Siegener Zeitung stellvertretend nachfragte, kennt diese und ähnliche Fragen aus ihrem Berufsalltag. Gemeinsam mit drei weiteren Kolleginnen berät sie Pflegebedürftige und ihre Angehörigen – kostenlos, unabhängig und vertraulich. In der zentralen Anlaufstelle des Kreises informiert das Team beispielsweise zur Finanzierung der Pflege, vermittelt Hilfsangebote für pflegende Angehörige, begleitet den Übergang vom Krankenhaus in eine Pflegeeinrichtung oder informiert zu den Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.


Auch in der aktuellen Situation sind die Mitarbeiterinnen telefonisch zu erreichen.


Auch jetzt, in der aktuellen Situation, stehen die Mitarbeiterinnen der Senioren- und Pflegeberatung Hilfesuchenden zur Seite. Hausbesuche finden derzeit nicht statt, telefonisch aber sind alle jederzeit zu erreichen. In der Regel suchen Menschen ab 65 Jahren aufwärts den Kontakt zur Anlaufstelle. Manchmal benötigen aber auch schon Jüngere akute Hilfe, etwa aufgrund gesundheitlicher Probleme oder eines plötzlichen Unfalls. Ziel der Unterstützungsangebote der Senioren- und Pflegeberatung ist es, die Betroffenen möglichst lange in ihrem eigenen Umfeld zu belassen.
     

In der Regel suchen Menschen ab 65 Jahren aufwärts den Kontakt zur Anlaufstelle. Aber auch schon Jüngere benötigen manchmal akute Hilfe.
In der Regel suchen Menschen ab 65 Jahren aufwärts den Kontakt zur Anlaufstelle. Aber auch schon Jüngere benötigen manchmal akute Hilfe.

„Das eigene Umfeld ist sehr wichtig für die Menschen. Oft sind sie in ihrem Heimatort gut integriert und kommen dort auch mit anderen Menschen in Kontakt.“ Damit das möglichst lange so bleibt, suchen Gaby Jakobs und ihre Kolleginnen, beispielsweise mit Hilfe von unterstützenden Diensten oder durch Anpassungen der eigenen vier Wände, nach individuellen Lösungen für die Betroffenen. Ein großes Netzwerk von Partnern und Einrichtungen aus dem Bereich der Pflege und der Seniorenarbeit sowie der kommunalen Altenhilfe steht ihnen bei ihrer Arbeit stets hilfreich zur Seite.

Viel Wert legen die Mitarbeiterinnen auf die präventive Beratung. „Es ist sinnvoll, schon vor dem Eintreten einer Pflegesituation gut aufgestellt zu sein. Wenn eine solche Situation eintritt, ist sie oftmals mit einer emotionalen Belastung verbunden. Dann kostet es alle Beteiligten zusätzliche Anstrengung, alles zu organisieren.“ Frühzeitiges melden helfe, so Gaby Jakobs, gar nicht erst in die Situation einer Überlastung zu geraten. Manchmal sind es auch die etwas „kleineren“ Hilfen, die Pflegebedürftige und ihre Angehörigen weiterbringen. Zum Beispiel eine Telefonnummer oder ein konkreter Ansprechpartner.

„Viele kommen auch zu uns, um sich den von ihnen eingeschlagenen Weg bestätigen zu lassen“, so Gaby Jakobs. Dann werde noch einmal gemeinsam geschaut, ob es noch weitere Möglichkeiten gibt, die sich anböten.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es in diesem Zusammenhang auch im Internet unter www.siegen-wittgenstein.de.
   

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