Der Heugraben: Ein Innenstadtareal mit wechselhafter Nutzungsgeschichte

Einst Wüste, jetzt Filetstück

Das Heugraben-Areal im Jahr 1959, fotografiert aus der Luft in Höhe des heutigen Feuerwehrgerätehauses in Richtung Fellinghausen. Foto: Stadt Kreuztal

24.02.2021
Einen Teil des Heugrabens nutzten die Kreuztaler Anfang des 20. Jahrhunderts als Sportplatz. Die Aufnahme zeigt im Vordergrund die Bahnschienen, der Blick geht Richtung Roonstraße. Foto: Archiv
Einen Teil des Heugrabens nutzten die Kreuztaler Anfang des 20. Jahrhunderts als Sportplatz. Die Aufnahme zeigt im Vordergrund die Bahnschienen, der Blick geht Richtung Roonstraße. Foto: Archiv

Geschwitzt wurde im „Heugraben“, dem Flurstück in der Kreuztaler Innenstadt zwischen Bahnhof und Rathaus, bereits Anfang des letzten Jahrhunderts: Um 1900 entstand dort der erste Sportplatz in Kreuztal, den der Turnverein Kreuztal, aber auch der FC Kreuztal 08 für ihre sportlichen Betätigungen nutzte (siehe Foto). Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von dem damals neuen Sportplatz in der Moltkestraße „abgelöst“. Ein und aus gingen die Kreuztaler im Heugraben bis ins neue Jahrtausend lediglich bei „Fünfsinns“ an der Schranke (siehe gesonderten Beitrag). 

Ansonsten hatte die öffentliche Bevölkerung mit dem Areal wenige Berührungspunkte. Heute ist es Flaniermeile und eine fußläufig direkte Verbindung zwischen City und Bahnhof als Ort mit Freizeitwert. Was alte Kreuztaler früher „Wüste“ nannten, haben Stadt und Investoren im aktuellen Jahrtausend als „Filetstück“ für eine attraktive Wohnbebauung entdeckt. Der aktuelle Abbruch des Wohnhauses Siegener Straße 16, einst Schaltwärterhaus des Umspannwerks, ist Anlass, das Gelände im Wandel der Jahrzehnte vorzustellen. bjö
      

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