Elektroinstallation: Die Sicherheit in den eigenen vier Wänden hat absolute Priorität

Aufrüsten in der Küche

Infolge der Corona-Pandemie spielt sich das Leben zurzeit größtenteils in den eigenen vier Wänden ab – entsprechend muss die Elektroinstallation aufgerüstet werden. Foto: Jung  

1.06.2021

Man sollte nichts dem Zufall überlassen.

Infolge der Corona-Pandemie spielt sich das Leben zurzeit mehr in den eigenen vier Wänden ab. Das führt dazu, dass wesentlich häufiger selbst gekocht wird. Dabei legen die Deutschen besonderen Wert auf eine gute Ausstattung mit Küchengeräten. Die veränderte Lebensweise hat in vielen Fällen dazu beigetragen, dass die bestehende Küchenausstattung aufgerüstet und um neue Geräte ergänzt wurde.

So haben sich viele einen größeren Kühlschrank zugelegt, um die vielen frischen Lebensmittel besser lagern zu können. Auch der Verkauf von Kaffeemaschinen ist deutlich gestiegen. Laut dem Handelsverband Technik (BVT) verzeichneten Espressovollautomaten einen Umsatzanstieg von 17 Prozent, Siebträgermaschinen sogar von 30 Prozent. Daneben wurden auch viele kleinere Küchenhelfer gekauft. Der Umsatz liegt nach Erkenntnissen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hier bereits 18,4 Prozent über dem Vorjahr.

„Mit den neuen Geräten steigen auch die Anforderungen an die Elektroinstallation“, erklärt Michael Conradi von der Initiative Elektro+. „Denn für einen einwandfreien und sicheren Betrieb ist eine ausreichende Anzahl an Steckdosen und Stromkreisen zwingend notwendig“. Je mehr Geschirrräte in der Küche zum Einsatz kommen, desto mehr Steckdosen und Stromkreise werden letztendlich benötigt.


Mit den neuen Geräten steigen die Anforderungen an die Elektroinstallation.

Michael Conradi
Initiative Elektro+


Mehrfachsteckdosen sind keine Alternative. Wer in seiner Küche nicht über ausreichend Steckdosen verfügt, sollte für größtmögliche Sicherheit und Komfort dringend nachrüsten. Steckdosenleisten hingegen werden schnell überlastet, überhitzen und können im schlimmsten Fall einen Brand auslösen. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten sich in der Küche mindestens 17 Steckdosen befinden.

Je mehr Geräte zum Einsatz kommen, desto mehr Steckdosen und Stromkreise werden benötigt. Foto: Busch-Jaeger
Je mehr Geräte zum Einsatz kommen, desto mehr Steckdosen und Stromkreise werden benötigt. Foto: Busch-Jaeger

Denn in der Regel sind bereits Geräte wie Kühlschrank, Geschirrspüler, Kaffeemaschine, Küchenmaschine, Wasserkocher und Mikrowelle dauerhaft eingesteckt. Hinzukommen oft noch weitere Kleingeräte wie Pürierstab, Mixer oder Eierkocher. Einen Festanschluss mit eigenem Stromkreis benötigen der Backofen, die Kochmulde und der Dampfgarer. Der Anschluss aller anderen Geräte erfolgt über Steckdosen.

Um die Elektroinstallation nicht zu überlasten, gilt folgende Faustregel: Geräte mit einer Anschlussleistung von mehr als 2000 Watt benötigen einen eigenen Stromkreis, auch wenn sie über Steckdosen betrieben werden. Hierzu zählen etwa Geschirrspüler, Backöfen und auch viele Mikrowellengeräte.

In punkto Sicherheit ist der Einsatz von Steckdosen mit integriertem erhöhten Berührungsschutz zu empfehlen. Alle Steckdosen müssen heute außerdem mit Fehlerstrom-Schutzschaltern (FI-Schaltern) geschützt sein.

Sicherheit geht eben auch in den eigenen vier Wänden immer vor. sz

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