KUNDEN UND EINZELHANDEL: Beim Einkaufen sollten Kunden jetzt unbedingt an die Geschäfte vor Ort denken

Gemeinsamkeit demonstrieren

Die Städte und Einkaufsstraßen erleben dieser Tage wieder eine höhere Frequenz – wie hier in Weidenau

9.06.2021

Das Shoppen wieder mit allen Sinnen erleben and anskosten.

Die guten Nachrichten im Hinblick auf ein Abebben der Pandemie reißen nicht ab. Die Impfzentren verbuchen tagtägliche Erfolge und vielen Menschen wird bereits ein Alltag zurückgeschenkt, der vor Wochen so in dieser Art noch gar nicht abzusehen war.

Auch das Einkäufen vor Ort ist wieder möglich, wenn auch immer noch mit Sicherheitsmaßnahmen wie Abstands- und Maskenpflicht. Doch die zurückliegenden Wochen und Monate des Lockdowns haben ihre Spuren hinterlassen. „Man kann noch nicht sagen, ob man seitens des Einzelhandels alle Kunden wieder zurückholen und für den stationären Handel begeistern wird", sagt Karina Brühmann, Sprecherin des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen/Südwestfalen. „Zu wünschen wäre dies sehr. Aber es gibt eben auch Kunden, die sich während des Lockdowns dem Online-Handel zugewandt haben."


"Es wäre ein falsches Signal, jetzt auf Preissenkungen und Sonderangebote ans zu sein."

Karina Brühmann
Sprecherin des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen/Südwestfalen


Fest steht aber, dass über 50 Prozent der Kunden wieder in die Geschäfte vor Ort gehen und auch ihren lokalen Einzelhandel nach bestem Wissen unterstützen möchten." Für den Großteil der Kunden sei es einfach wichtig, den lokalen Einzelhandel weiterhin als Ansprechpartner, als Berater und als Anlaufstelle zu haben - und da komme einfach kein Online-Handel mit.

Und man dürfe eines nicht vergessen: „Viele Betriebe sind einfach von der Corona-Krise stark gebeutelt und stehen an der Grenze ihrer Existenz, und ob diesen nun die Umsätze in der zweiten Jahreshälfte beim Überleben helfen können, das muss man sehen. Es gab Umsatzausfälle um bis zu 80 Prozent, die verkraftet werden mussten, hinzu kamen die Hygienemaßnahmen, die ebenfalls noch einmal für enorme Kosten gesorgt haben. Auch wurden Mitarbeiter verteilt oder entlassen. Und unter all diesen Entwicklungen leidet der Einzelhandel derzeit einfach immens."

Juwelier Emanuel

Dennoch seien die Zeichen jetzt positiv, „und das gute Wetter spielt da auch noch mit hinein, denn das zieht die Menschen eben zusätzlich in die Städte und auch in die Geschäfte".

Dabei sollte man als Kunde jetzt nicht auf Schnäppchenjagd aus sein. „Jetzt gilt es, den Einzelhandel mit seinem Einkauf mehr denn je zu unterstützen", so Karina Brühmann. „Es wäre einfach ein falsches Signal, hier jetzt auch noch auf Preissenkungen und Sonderangebote aus zu sein." Den Einzelhändlern und Gastronomen wiederum könne man nur ans Herz legen, jetzt gemeinsam auf sich aufmerksam zu machen. „Das gelingt eben hauptsächlich durch Werbung: Man muss den Leuten zeigen: Wir sind für euch da, war haben geöffnet, schaut bei uns vorbei!"

Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass ein allgemeines Gefühl der Erleichterung einsetzt, wie auch hier ein aktuelles Bild aus dem Siegerlandzentrum Weidenau zeigt. Fotos: Dr. Volker
Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass ein allgemeines Gefühl der Erleichterung einsetzt, wie auch hier ein aktuelles Bild aus dem Siegerlandzentrum Weidenau zeigt. Fotos: Dr. Volker

Und der Handelsverband tue sein übriges, mit Initiativen eine entsprechende Unterstützung zu leisten. „Denn es muss wieder deutlich werden, was das Einkäufen vor Ort ausmacht, was es zu etwas Besonderem werden lässt, dass es nämlich auch ein Erlebnis mit allen Sinnen ist, ein Einkäufen, bei dem man riechen, schmecken, anfassen und auprobieren kann."

Auch bringe ein Einkäufen vor Ort eben den Vorteil mit sich, dass es der Umwelt zugute komme. „Man darf ja gar nicht erst an den gewaltigen Verpackungsmüll denken, der während des Lockdwons durch die vielen Internet-Bestellungen entstanden ist", so die Expertin.

Und so werde der Handelsverband Nordrhein-Westfalen/Südwestfalen sich auch weiter mit öffentlichkeitswirksamen Initativen wie „Entdecke Deine Stadt" oder „Nicht nur klicken, auch anfassen" für die Händler vor Ort stark machen und Anregungen bieten, um auch künftig das Shopping-Erlebnis und die Vorzüge des Einkäufern vor Ort zu betonen. Dr.Volker Gastreich, vg
   

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