Die Siegener Kliniken appellieren: Je mehr jeder Einzelne seinen Beitrag leistet, umso schneller kann eine Rückkehr zur Normalität erfolgen

Ein echter Mehrwert für Patienten

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Betrachtet man die bisherige Anzahl an Patienten, die sich in unserer Region bzw. im Kreis Siegen Wittgenstein mit dem Covid-19 Virus infiziert haben, kann man als Zwischenfazit festhalten, dass die Verantwortlichen in der Region bislang wohl Vieles richtig gemacht haben. Die Kapazitäten an Beatmungsplätzen wurden bisher nicht ausgeschöpft, das Krisenmanagement im regionalen Gesundheitssystem arbeitet kompetent, engagiert und kooperativ zusammen, um die Versorgung aus der Region für die Region aufrecht zu halten.


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DR. CHRISTIAN STOFFERS

Leiter Marketing & Kommunikation Marien Gesellschaft Siegen gGmbH


Im landesweiten Vergleich haben die Siegener Kliniken (die Diakonie Kliniken Jung-Stilling und Bethesda, die DRK-Kinderklinik, das Kreisklinikum und die Marien Kliniken – St.-Marien-Krankenhaus) in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises Maßnahmen zur Begrenzung des Besucheraufkommens sowie Regelungen zur einheitlichen Leitung möglicher an Covid-19 Infizierter seit Beginn der Coronakrise eine zentrale Stelle aufgenommen. Dem Kreisklinikum Siegen kam dabei mit einer speziellen Isolierstation die Rolle als zentrale Anlaufstelle für Betroffene mit stationärem Versorgungsbedarf zu.


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LARA STOCKSCHLÄDER

Marketing Kreisklinikum Siegen GmbH


Beatmungskapazitäten wurden vervielfacht

Die Beatmungskapazitäten in den drei „Erwachsenenkliniken“ wurden für den Bedarfsfall insgesamt verdreifacht. Auch in der Siegener Kinderklinik werden entsprechende Betten vorgehalten, um mögliche junge Patienten unter 18 Jahren versorgen zu können. Zusätzlich hat der Kreis Siegen-Wittgenstein dafür gesorgt, in Abstimmung mit der Diakonie auch das Krankenhausgebäude in Kredenbach so herzurichten, dass dort eine Notfallversorgung kurzfristig wieder erfolgen kann.

In allen Kliniken, Ambulanzen, MVZs und Pflegeeinrichtungen der jeweiligen Träger haben die Teams der Krankenhaushygiene zusammen mit den Geschäftsführungen und den ärztlichen Direktionen die Mitarbeiter umfassend informiert und entsprechende Hygienekonzepte erarbeitet, um die regionalen kritischen Infrastrukturen auch mittelfristig aufrecht erhalten zu können. Alle Mitarbeiter haben sich hier jederzeit engagiert eingebracht und die angedachten Maßnahmen umgehend umgesetzt.

Zur weiteren Entzerrung der angespannten Situation hat die Einrichtung eines Corona-Diagnose-Zentrums an der Universität Siegen beigetragen. In engmaschigen Sitzungen auf übergeordneter Ebene zusammen mit den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes wurden hier die getroffenen Maßnahmen immer wieder betrachtet und bei Bedarf angepasst. Insgesamt haben die Klinikvertreter bisher wahrgenommen, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung die ergriffenen Maßnahmen unterstützt – nur vereinzelt mussten die Maßnahmen erklärt und mit Sicherheitsdiensten durchgesetzt werden. Trotz der Einschränkungen ist es in Siegen zu keiner Zeit zu einer Einschränkung der Notfallversorgung gekommen. Alle ärztlichen Notfalldienste, die Notfallambulanzen und die operative Versorgung waren und sind sichergestellt.


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STEFAN NITZ

Referat Presse, Kommunikation & Marketing Diakonie in Südwestfalen gGmbH


Wichtig ist den Verantwortlichen aber darauf hinzuweisen, dass alle Maßnahmen, die getroffen wurden und eventuell zukünftig noch getroffen werden, dazu dienen, gerade Patienten mit schwereren Erkrankungen wie etwa onkologische oder kardiologische Patienten zu schützen. Diese Patienten sollten unbedingt weiterhin gebotene Termine in den Kliniken wahrnehmen. Das gilt auch für chronische und akut schwer erkrankte Menschen oder Personen mit einem Schlaganfall oder Herzinfarkt, die unbedingt den Kontakt zu den Fachambulanzen bzw. Fachbereichen aufnehmen und entsprechende medizinische, pflegerische und therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen sollten. Teilweise kann dies auch unter der Zuhilfenahme anderer Kommunikationswege erfolgen. Auch der Bereich der psychiatrischen Versorgung musste in den vergangenen Wochen zwar eingeschränkt werden, ist aber sowohl am Kreisklinikum als auch an der DRK-Kinderklinik soweit in Betrieb, dass eine Behandlung gerade auch dieser stark belasteten Patientengruppen gewährleistet ist.


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ARND DICKEL

Marketing, Presse & Öffentlichkeitsarbeit
DRK-Kinderklinik Siegen gGmbH


Abschließend schließen sich die Klinikender aktuellen AHA-Empfehlung an und bitten dabei alle um aktive Umsetzung: Abstand halten–Hygienemaßnahmen umsetzen – Alltagsmaske tragen. Je mehr jeder Einzelne seinen Beitrag leistet, umso schneller kann auch eine Rückkehr zur Normalität erfolgen. +
   

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