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ABSCHIEDSZEREMONIE: Helfer sollte sich schützend zwischen Trauergäste und Familie stellen

Ein Dritter kann organisieren

  • Das Dirigieren der Trauergäste, die im Anschluss an die Beerdigung mit zum „Leichenschmaus“ gehen, sollte von jemandem aus der mittelnahen Familie übernommen werden. Foto: dpa

dpa. Wer trauert, wünscht sich oft Anteilnahme – aber manchmal kann sie auch zu viel werden. Etwa, wenn es darum geht, wer alles im Anschluss an Trauerfeier und Beisetzung mit zum Trauermahl kommt – und wer nicht beim Leichenschmaus dabei ist.

Wenn sich Familienmitglieder nach der Abschiedszeremonie gern noch im kleinsten Kreis in ein Restaurant zurückziehen möchten, kann es schwerfallen, sich von wohlmeinenden entfernten Verwandten oder Bekannten abzugrenzen. Da kann es sinnvoll sein, einen Helfer zu organisieren, empfiehlt Elisabeth Bonneau, Kommunikationsexpertin aus Freiburg.


Wer darf mit zum Leichenschmaus?


„Jemand, der sich dann tatsächlich schützend zwischen die Trauergäste und die Familie stellt und sagt, bitte respektiert ihre Wünsche“, sagt Bonneau. Das könne jemand aus der mittelnahen Familie sein, aber auch jemand vom Beerdigungsinstitut. „Wichtig ist, dass man das nicht selber tun muss, also dass die Trauernden sich wirklich auf sich konzentrieren können. Man weiß ja als Trauernder vorher überhaupt nicht, welche eigenen Gefühle da auf einen zukommen.“

Trauerhäuser böten beim Verschicken der Einladungen an, den ins Restaurant geladenen Gästen zusätzlich ein Zettelchen in den Umschlag zu legen. Wenn jemand die Konvention der Zettelchen nicht kennt oder ignoriert, könne der Helfer vermittelnd eingreifen. „Jemand vom Bestattungsinstitut ist dann immer neutraler, die können dann auch ganz gelassen sagen: Es wird von der Familie nicht gewünscht. Das ist leichter, als wenn es die Tochter sagen muss“, erläutert Elisabeth Bonneau.

Und wenn es keinen dezenten Helfer gibt? Dann gilt aus Sicht der Expertin für Umgangsformen eine ganz schlichte Formel: Ein knappes „Bitte nicht“ reicht. „Sie müssen als Trauernde nicht um Entschuldigung bitten oder ein schlechtes Gewissen haben“, rät Bonneau. „Das ist Ihre Trauer, die kann Ihnen sowieso niemand nehmen, und es soll Sie auch niemand darin stören.“


Kein Verlass auf Vorlagen aus dem Netz

dpa. Schneller und günstiger als der Anwalt vor der Tür? Wer ein Testament verfassen möchte, kann dabei grundsätzlich auch die Hilfe von Online-Diensten in Anspruch nehmen. Der Nutzer füllt dabei einen Fragebogen aus und erhält eine Testamentsvorlage aus Textbausteinen. Die Stiftung Warentest warnt jedoch: Auf von Webseiten erstellte Testamentsvorlagen sollte man sich besser nie allein verlassen.

Die Stiftung Warentest überprüfte fünf Portale und spielte jeweils drei Beispielfälle durch. Das Ergebnis: Drei Portale erstellten rechtssichere Testamentsvorlagen. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Vorlage auch brauchbar für den Kunden sei.
   

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Die Dienste informierten nicht eindeutig darüber, für welche Fälle eine Vorlage geeignet ist und wann nicht. Das Versprechen, ein optimales Dokument wie beim Anwalt zu bekommen, könnten die Portale entgegen ihrer Werbung nicht einlösen.

Die Stiftung Warentest weist in ihrem Bericht auf wichtige Spezial-Konstellationen hin, die für die Regelung des Erbes entscheidend sein können und die ein Fachanwalt für Erbrecht oder ein Notar kennt – auf die Online-Portale aber in der Regel nicht hinweisen.

Die in den Vorlagen verwendeten Bausteine könnten aber durchaus als Formulierungshilfe dienen. Wichtig dabei: Ein Testament muss immer handschriftlich verfasst und unterzeichnet sein. Der Ausdruck einer Vorlage plus Unterschrift ist dagegen unwirksam. Das gilt es immer zu beachten.
    

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