BAD BERLEBURG: Darum sind die Weihnachtsfeiern mit allen Generationen in der katholischen St.-Marien-Kirche immerzu stimmungsvoll und besonders mitreißend

Weihnachtsfeiern in der St.-Marien-Kirche Bad Berleburg

„Weihnachten in unserer Kirche zu feiern, ist für alle Besucher und auch mich immer etwas ganz Besonders“, sagt Pfarrer Bernhard Lerch von der katholischen St.-Marien-Gemeinde in Bad Berleburg. „Gerade der Gottesdienst zu Heiligabend ist mitunter wie eine einzige große und wundervolle Inszenierung. Die Räume der Kirche bleiben am Abend zunächst ganz dunkel, wenn der Gottesdienst beginnt. Dann tragen wir in einer Art Prozession die Figur des kleinen Jesuskindes herein – und dann leuchten nach und nach alle Kerzen, und der Chor hebt das ,Macht hoch die Tür, die Tor macht weit‘, feierlich an. Die donnernde Stimme der Orgel stimmt mit ein. Und es wird in unserer Kirche immer heller. Dann singt die ganze versammelte Gemeinde mit. Die Stimmen heben an. Und das ist so ein wundervoller Moment, dass es wirklich für jeden eine Wonne ist, das einmal mitzuerleben.“


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Mit diesen Worten schreitet Pfarrer Bernard Lerch vom Hauptportal der stattlichen und lichtdurchfluteten Marienkirche von Bad Berleburg durch den Mittelgang an den zahlreichen Sitzreihen entlang, die sich sittsam zur linken und zur rechten Seite ausweiten. Er wechselt vorüber an den hölzernen Heiligen- und Engelfiguren, die sanft und wachsam von den meterhohen Wänden hinabblicken und passiert auch die bildlichen Darstellungen des Kreuzweges Jesu Christi, ehe er vorne am Treppenaufgang angekommen ist, vor dem sich im Chorraum majestätisch der steinerne Altar erhebt. „Weihnachten ist das Fest der Familie“, sagt der Geistliche. „Und im Grunde feiern wir es hier in unserer Marienkirche an zwei Stellen. Die erste bezeichnende Stelle ist direkt hier vorne, vor dem Altar. Hier wird dann die bekannte biblische Szene der Geburt Jesu Christi mit historischen über 100 Jahre alten Holzfiguren nachgestellt, die in ihrer Aufmachung den Figuren der Kreuzwegbilder ähneln. Hier finden wir Maria und Joseph, das Jesuskind, die Hirten und die Tiere. Und es ist immer wieder schön, mit anzusehen, wie sich genau hier, vor der Krippe alle Generationen treffen, Mädchen und Jungen, ihre Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel, die ganze Familie eben, die dann gemeinsam den Beginn des Christentums feiern.“
  


Am 6. Januar vervollständigen dann die drei Weisen aus dem Morgenland das Krippenensemble,. „Auch das ist dann noch einmal ein ganz besonders feierlicher Moment, wenn nämlich die Mädchen und Jungen sich zusammenfinden und sich dann als ,Drei Heilige Könige‘ verkleidet von hier aus zusammen auf den Weg in die Stadt machen, um für Kinder zu sammeln, denen es eben nicht so gut geht. Für mich ist das auch noch einmal ein ganz besonderer weihnachtlicher Augenblick“, sagt der Geistliche. „Denn man merkt den Kindern einfach die Begeisterung an, mit denen sie sich auf den Weg machen. Das hat schon etwas ganz Besonderes. Und auch, wenn sich drei Tage darauf alle wieder hier in der Kirche zusammenfinden und ihre Sammlungen zusammentragen, genießen alle die besondere Stimmung, die dann herrscht. Zum Lohn für alle gibt es im Anschluss dann ein herrliches Essen mit vielen Leckereien. Das bliebt natürlich noch lange in Erinnerung.“

Doch es gibt noch einen weiteren Ort in der Marienkirche in Bad Berleburg, der eng mit den Weihnachtstagen verbunden ist: „Und dieser Ort liegt hier gleich neben unserem Hauptportal, wenn man die Kirche betreten hat, auf der rechten Seite, unsere kleine Marienkapelle“, sagt Bernhard Lerch. „Hier, gleich neben dem Lichterbaum aus Stahl, der dann zu Weihnachten komplett mit vielen Kerzen erleuchtet ist, finden die Menschen gerade in der Vorweihnachtszeit vor der Figur der Gottesmutter Maria mit dem Kind zusammen. Diese ausdrucksstarke Paar ist dem Original aus dem 11. Jahrhundert nachempfunden, das in Echt dreimal so groß ist. Die Figuren wurden seinerzeit von den Ärzten aus unserer Kirchengemeinde gespendet. Zu sehen ist ein Jesuskind, bei dem alle Weisheit und alles Wissen bereits die noch so jungen Gesichtszüge umspielt und das in seinen kleinen Händen die schimmernde Heilige Schrift hält, fast so als sei man als Betrachter dazu aufgerufen, sich zu ihm und zur Gottesmutter Maria zu gesellen und sich ihm voll und ganz mit allen Problemen und Fragen anzuvertrauen“, so Pfarrer Bernhard Lerch. „Daher sieht man jetzt, in diesen Tagen, auch immer wieder vermehrt Gemeindemitglieder und Besucher, die hier in der Kapelle Ruhe und Muße finden. Und auch hier entdeckt man in der Weihnachtszeit immer wieder Eltern und Großeltern, die ihren Kindern und Enkelchen anhand der Figuren die Anfänge und Zusammenhänge des Christentums erklären. Und das ist für mich als Pfarrer immer wieder aufs Neue ungemein schön, miterleben zu dürfen.“ 


Gerade die festlichen Tage mit den vielen Besuchern und Kirchgängern würden eines immer wieder aufs Neue zeigen: „dass hier eine große Familie im Namen Jesu Christi zusammenfindet“, so Bernhard Lerch. „Aber es zeigt auch gerade in Aktionen wie sie die Sternsinger vorbildlich betreiben, dass die Familie sich auf die ganze Welt auzuweiten vermag.“ Das Faszinierende an Weihnachten sei, dass man hier zum einen die Menschwerdung Gottes in Jesus feiere. „Zum anderen begegnet uns dabei immer wieder das Kind, denn Gott ist als kleines Kind auf diese Erde gekommen. Das ist ganz bewusst so geschehen, denn gerade Kinder, die den Glauben erfahren möchten, können diesem Gott damit auf Augenhöhe begegnen. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes der , liebe Gott‘, eine Kraft, vor der man keine Angst haben muss.“

Dabei ist die katholische Marienkirche im Zentrum Bad Berleburgs an sich schon eine Besonderheit. Im Jahr 1954 wurde sie geweiht und damit ihrer Bestimmung übergeben und ist damit noch – verglichen mit manchen anderen Gotteshäusern aus der näheren Umgebung – ziemlich jung an Jahren. 
    

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