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Bundesgolddorf Diedenshausen feiert am Wochenende die erste urkundliche Erwähnung vor 825 Jahren

Fest der Gemeinschaft und „kein Ramsch“

  • Das Jubiläumsdorf freut sich auf zahlreiche Besucher. Foto: Holger Weber

howe Diedenshausen. Diedenshausen dürfte sich am Freitag und Samstag, 30. und 31. August, wieder als typisches Golddorf präsentieren, das Traditionen wahrt, das die Geschichte wertschätzt und heimische Errungenschaften in den Vordergrund rückt. Weil Godebert von Diedenshausen anno 1194 seine Unterschrift unter eine Mainzer Urkunde gesetzt hatte, kümmert sich 825 Jahre später ein engagiertes Team, das ganz auf der Höhe der Zeit in einer großen „WhatsApp“-Gruppe miteinander verbunden ist, um das bevorstehende Jubiläum. „Wir sind ein kleines Dorf“, sagt Sabine Dienst, „aber wir feiern ein großes Fest.“

Die beiden Tage können sich sehen lassen. Die Diedenshäuser haben sich bei den Vorbereitungen und den Ideen mächtig ins Zeug gelegt. Den Anfang macht am Freitag, 30. August, die Bärendisco, die vom Bärenverein und der Dorfjugend ausgerichtet wird. Ab 18 Uhr spielt in der Festhalle auf der Steinert die Kai-Gerhardt-Band aus Hesselbach. Eine Cocktail-Bar und bayerisches Bier gibt es. Am Samstag, 31. August, treffen sich interessierte Bürger und Gäste bei Schneiders Hof zum Grenzgang. Der startet um 9 Uhr. Zunächst erfolgt vor Ort eine Andacht von Pfarrer Achim Cierpka. Auch die Jagdhornbläser Elsofftal spielen. Gegen 11 Uhr können die Wanderer und Gäste am Ehrenmal den Klängen des Posaunenchors Wunderthausen lauschen. Um 11 Uhr beginnt im Dorf auch der stehende Festzug, der für alle kostenlos ist. Die Diedenshäuser haben sich ganz bewusst entschieden, dem Festzug einen regionalen, urigen und ursprünglichen Charakter zu geben.

„Kein Ramsch“, wie Uli Dienst formuliert, sondern heimische Produkte. Diedenshausen möchte einen Tag für die ganze Familie bieten – mit einem Festzug, den man nicht eben einmal durchläuft und dann wieder nach Hause fährt. „Den soll man sich ruhig zweimal anschauen“, sagt Das Jubiläumsdorf freut sich auf zahlreiche Besucher. Foto: Holger Weber Sabine Dienst. Bei dem Programm und der Vielfalt der Stände dürfte es auch gelingen, dass die Gäste im Bundesgolddorf verweilen. Die Dudelsack-Gruppe aus Züschen ist dabei, ebenso der Wittgensteiner Tross, der die Besucher zurückführt in die Zeit des Mittelalters, als die Ritter von Diedenshausen die Gegend prägten.


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Gegen 13 Uhr tritt die Musikapelle Dodenau auf, um 13.30 Uhr führen die Kindergarten-Kinder ihre Tänze auf. Überall im Dorf erwarten die Gäste „Produkte von hier“. Es gibt selbstgemachten Honig, Bowle, Eierkuchen, auch eine Weinlaube lädt ein. Die Frauenhilfe aus Diedenshausen kümmert sich um das Café in der alten Schule. Hier stehen auch behindertengerechte Toiletten zur Verfügung. Aus Alertshausen kommen die allseits bekannten Waffeln vom Eisenofen. Die Bäckerei Schwan bietet ihr frisches Jubiläumsbrot an, auch die Metzgerei Bätzel sorgt für kulinarische Genüsse. Geräucherten Fisch gibt es auch. Selbst Milch vom Bauernhof darf probiert werden.

Neben den Genüssen bekommt auch das Auge einiges geboten. Diedenshausen präsentiert sich als traditionelles Dorf mit gutem alten Handwerk, mit engagierten Vereinen und liebevollen Menschen. Dabei spielen freilich auch die Nachbarn eine wichtige Rolle. Die Schlepperfreunde aus dem Schalsbach bieten auf der Festwiese eine Ausstellung, die Gäste können außerdem alles rund ums Holz erfahren. Lebende Tiere locken die Kinder an, außerdem können die sich beim Ponyreiten vergnügen. Der Jugendförderverein Bad Berleburg bringt den Rodeo-Wisent mit. Außerdem steuert der Bad Berleburger Jugendbus Diedenshausen an, um den Kindern ein lustiges Programm zu bieten.

Die Löschgruppe der Feuerwehr öffnet ihr Gerätehaus. Die Spinnfrauen haben ihren Stand, Schönes aus Leder ist ebenso im Angebot wie Keramik, Gestecke, selbstgenähte Kissen oder hergestellte Seife. Zwischendurch sorgen Kunstwerke und künstlerische Akzente für Farbtupfer. Dazu gesellt sich ein Stand mit einer besonderen Spendenaktion für das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe, um nur einige Höhepunkte zu nennen.

Um 14 Uhr beginnt ein offizieller Teil mit Grußworten – unter anderem von Bürgermeister Bernd Fuhrmann, der stellvertretenden Landrätin Waltraud Schäfer und dem Bürgermeister von Bromskirchen, Ottmar Vöpel. Im Dorf tritt der Gemischte Chor Diedenshausen auf. Für 15 Uhr ist ein Orgelkonzert in der evangelischen Kirche fest eingeplant. Der Diedenshäuser Heimatforscher Klaus Homrighausen lädt ab 16 Uhr zu einer historischen Dorfführung ein, die am Heimathaus startet.
  

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