Sonst würde die Bausubstanz der Abwasseranlagen beschädigt

Farb- und Lackreste gehören nicht ins Klo

Abspülen ist gut und auch wichtig – aber bitte nicht mit Farb- oder Lackresten im Klo. Foto: AdobeStock

23.06.2022

Die Wände strahlen in neuem Glanz, der Schrank hat einen frischen Anstrich. Doch wohin mit den Farbresten? Auf jeden Fall nicht ins Klo kippen. Darauf weist die DIY Academy hin.

Denn einmal ins WC geschüttet, können die Inhaltsstoffe von Farben und Lacken die Bausubstanz öffentlicher Abwasseranlagen angreifen und die Mikroorganismen in der Kläranlage schädigen. Und damit auch unser Trinkwasser. Stattdessen müssen alle flüssigen, noch nicht ausgehärteten Farben und Lacke als Sonderabfall entsorgt werden. Gleiches gilt für eingetrocknete Farbreste, die Lösungsmittel enthalten – darunter etwa viele Holzschutzlasuren. Bei geringeren Mengen geht das kostenlos bei den Wertstoff- oder Recyclinghöfen vor Ort oder über sogenannte Schadstoffmobile. Auch Händler nehmen Farb- und Lackreste meist kostenlos zurück. Wenn es sich um Produkte mit Gefahrensymbol handelt, sind sie laut Chemikaliengesetz sogar dazu verpflichtet.

Eingetrocknete Farben auf Wasserbasis, wie die in Innenräumen oft genutzten Dispersionsfarben, können über den Hausmüll entsorgt werden. Leere Farbeimer und Lackdosen gehören in die gelbe Tonne oder in den gelben Sack.

Aber Vorsicht: Das gilt nur dann, wenn tatsächlich keine Farbreste mehr in den Behältnissen sind. Mehr als 0,5 Prozent des eigentlichen Inhalts dürfen es nicht sein. Und dieser letzte Rest muss vollständig ausgetrocknet sein.

Es kann sich aber auch lohnen, die Farbreste nicht sofort nach dem Streichen zu entsorgen, sondern für spätere Ausbesserungsarbeiten aufzubewahren. Angebrochene Wandfarbe hält sich gut verschlossen noch rund zwölf Monate.

Die DIY Academy rät, die Reste in ein kleines, sauberes Gefäß umzufüllen, mit Farbnummer, Datum und Mindesthaltbarkeit zu versehen und möglichst kühl und dunkel aufzubewahren. Ist Dispersionsfarbe nach einiger Zeit eingedickt, lässt sie sich mit etwas Wasser wieder streichfähig machen. dpa

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