Vernetzte Technik sorgt für ein energiesparendes Wohnkonzept

Smarthome mit Holzfeuer

Der Heizkamin mit Sichtfenster über Eck und einer Holzlege wird zum persönlichen Rückzugsort. Foto: djd/AdK/www.kachelofenwelt.de/Leda

27.09.2020

Ob Niedrigenergie- oder Passivhaus, zukunftssichere Technik steht beim Haus- oder Wohnungsbau heute an erster Stelle. Oft ist dabei die Rede von Smarthomes. Mit vernetzter Technik gelten sie als sicheres, energiesparendes und komfortables Wohnkonzept der Zukunft.

Was privat Bauende oft nicht wissen: Moderne Holzfeuerungen ermöglichen eine unabhängige und zukunftssichere Wärmeversorgung – und lassen sich digital vernetzen sowie per Smartphone steuern. Moderne Kachelöfen, Kaminöfen oder Heizkamine werden heute vom Ofenbauer so dimensioniert, dass ihre Wärmeleistung zum Bedarf neuer Wohngebäude passt. Denn gedämmte oder sanierte Gebäude wie KfW-Effizienzhäuser, Niedrigenergiehäuser oder Passivhäuser haben einen deutlich geringeren Heizwärmebedarf als unsanierte ältere Wohngebäude. Clever kombiniert decken regenerative Energiequellen einen Großteil der Wärmeversorgung in Neubauten ab. So lässt sich beispielsweise eine moderne Holzfeuerstätte mit Wassertechnik und Wärmespeicher koppeln.

Als warmes Möbelstück bringt die Holzfeuerstätte Strahlungswärme und Ambiente ins Haus, über einen integrierten Wasserwärmetauscher gibt sie Wärme an die Zentralheizung und die Warmwasseraufbereitung ab. Voraussetzung für ein solch smartes Wärmemanagement ist ein wasserführender Kachelofen, Kaminofen, Heizkamin oder Pelletofen. Dieser reicht einen genau definierbaren Anteil seiner überschüssigen Wärme an das durchströmende Wasser weiter, welches in einen zentralen Pufferspeicher eingespeist wird. So erzeugt der Ofen nicht nur behagliche Wärme im Aufstellraum, sondern auch warmes Wasser für Heizung, Küche und Bad. Gemeinsam mit einer weiteren Energiequelle wie der Solarthermie oder Photovoltaik kann die wasserführende Holzheiztechnik in Passivhäusern sogar die gesamte Wärmeversorgung übernehmen.

Eine Holzfeuerstätte sollte grundsätzlich vom Fachmann geplant und umgesetzt werden. Der Ofen- und Luftheizungsbauer stimmt das Heizsystem auf den individuellen Wärmebedarf ab, sorgt für ein reibungsloses Zusammenspiel mit Lüftungsanlagen und eine effiziente Vernetzung mit weiteren Wärmequellen. Zudem gibt der Fachbetrieb Sicherheit – von der Auswahl der Feuerstätte über deren Dimensionierung, Planung und Installation bis hin zur Einhaltung der Umwelt- und Sicherheitsvorschriften. djd


Filme und Umwelt

Der CO2-Ausstoß beim Streaming ist steuerbar

Beim Video-Streaming ist die Art der Datenübertragung entscheidend für die Klimabilanz. Nimmt man Videostreaming in HD-Qualität als Vergleichsmaßstab, ist der Anteil an den CO2-Emissionen allein durch die Datenverarbeitung im Rechenzentrum mit 1,5 Gramm CO2 pro Stunde relativ gering. Das geht aus einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) hervor, die den Stromverbrauch des Endgerätes nicht berücksichtigt.

Nutzerinnen und Nutzer könnten durch die Wahl der Übertragungstechnik helfen, Treibhausgasemissionen in erheblichem Umfang einzusparen. Die geringste CO2-Belastung insgesamt sei festzustellen, wenn das HD-Video bis nach Hause über einen Glasfaser-Anschluss geschickt wird. Dann entstünden lediglich zwei Gramm CO2 je Stunde Videostreaming für Rechenzentrum und Datenübertragung. Läuft das Streaming übers Kupferkabel (VDSL), seien es bereits vier Gramm.

Am schlechtesten schneidet in der Untersuchung der Übertragungsweg Mobilfunk ab. Bei einer Datenübertragung mit UMTS (3G) fielen beispielsweise 90 Gramm CO2 pro Stunde an. Aber auch hier gilt es nach Mobilfunktechnologie zu differenzieren: Denn läuft die Datenübertragung stattdessen über 5G, würden nur etwa 5 Gramm CO2 je Stunde HD-Video-Streaming emittiert. Aus Klimaschutzsicht sei die neue 5G-Übertragungstechnik also vielversprechend, so das UBA. Grundsätzlich ist es aber eine gute Idee, mehr öffentliche WLAN-Hotspots einzurichten, über die etwa das Video-Streaming klimafreundlicher sei als in Mobilfunknetzen. Und wer daheim über Glasfaser oder VDSL streame, könne dies ohnehin mit gutem Klimagewissen tun.

Die Studie betrachtet außerdem das Datenvolumen für verschiedene Video-Auflösungen. Eine Übertragung in Ultra-HD-Auflösung auf einem Fernseher benötigt verglichen mit HD-Qualität die zehnfache Datenmenge, nämlich 7000 Megabyte (entspricht 7 Gigabyte) pro Stunde statt 700 Megabyte pro Stunde. Der Tipp des UBA hier: Verbraucherinnen und Verbraucher könnten CO2-Emissionen einsparen, wenn sie Film, Serien oder Videos mit einer geringeren Auflösung anschauen. Bei Mobilgeräten mit vergleichsweise kleinem Display sei der Qualitätsunterschied für das menschliche Auge ohnehin nicht wahrnehmbar.

Und Anbieter von Streaming- und Videodiensten sollten ebenso wie Webseitenbetreiber alle Video-Streams auf ihren Seite so einstellen, dass die Autoplay-Funktion – falls vorhanden – standardmäßig deaktiviert ist, um Daten und damit CO2 zu sparen. dpa
    

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