STECKER-SOLAR-GERÄTE: Kleine Geräte helfen aktiv beim Klimaschutz

Gut für die Umwelt

Stecker-Solar-Geräte, auch Balkonkraftwerk genannt, gibt es schon zu erschwinglichen Preisen. Foto: vzbv/akz-o

27.09.2020

Auch Mieter können ihren eigenen Strom produzieren.

Solarstrom vom Dach ist längst günstiger als Strom aus dem Netz. Doch in der Vergangenheit konnten hauptsächlich Hausbesitzer Solarstrom selbst erzeugen. Seit einiger Zeit können nun Mieter und Bewohner von Mehrfamilienhäusern mit Stecker-Solar-Geräten Strom produzieren.

Andere Bezeichnungen für Stecker-Solar-Geräte lauten Balkonkraftwerk und Plug-and-Play-Solar. Hierbei handelt es sich um vergleichsweise kleine Photovoltaik-Systeme, zwischen etwa 1,5 und drei Quadratmeter.
    

Balkonbrüstungen, Außenwände, Dächer, Terrassen und Gärten kommen für die Anbringung oder Aufstellung infrage. Die Geräte werden möglichst unverschattet zur Sonne (nach Süden) geneigt. Der Anschluss von bis zu 600 Watt an eine spezielle Einspeisesteckdose ist möglich. Der Strom dieser kleinen Stromerzeuger wird meistens im eigenen Haushalt verbraucht. Dadurch werden der Strombezug aus dem Netz und damit die Stromkosten reduziert.

Für den geringen Überschuss an eingespeistem und nicht selbst verbrauchtem Strom verzichten die Nutzer in der Regel auf ihre kleine Einspeisevergütung. „Durch ein Stecker-Solar-Gerät habe ich als Verbraucher die Möglichkeit, eigenen Strom aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Das ist ein tolles Erlebnis und leistet einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz“, erläutert Martin Brandis, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Schnell & Co GmbH

Über den Betrieb eines Stecker-SolarGerätes muss der örtliche Stromnetzbetreiber informiert werden. Immer mehr Stromnetzbetreiber vereinfachen die Anmeldung. Verbieten können sie den Betrieb nicht. Damit der Haushaltsstromzähler nicht rückwärts zählt, werden in der Regel herkömmliche Zähler durch die neuen „modernen Messeinrichtungen“ ersetzt, die bis zum Jahr 2032 in allen Haushalten verbaut sein müssen.

Ob ein Zweirichtungszähler eingebaut werden muss, ist umstritten und wird von lokalen Stromnetzbetreibern unterschiedlich gehandhabt. Mit einem Zweirichtungszähler werden Strommengen erfasst, die in das Netz eingespeist werden. Die Anschaffungskosten eines Stecker-SolarGeräts richten sich nach der Größe und reichen von wenigen 100 bis etwa 1000 Euro. Die jährliche Stromerzeugung liegt je nach Größe bei etwa 200 bis 500 Kilowattstunden. Nicht vergessen: Auch der Vermieter sollte über das Vorhaben informiert werden.

Fragen zu Stecker-Solar-Geräten und zum Energiesparen beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale kompetent und anbieterneutral. Informationen gibt es online unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenlos unter Tel. 0800 /809 802 400. akz-o


Energie frei Haus

Solarthermie-Anlagen bieten ein hervorragendes Kosten-Nutzen-Verhältnis

Heißes Wasser für die Dusche und ein warmes Zuhause sind für uns alle der Inbegriff von Wohlbefinden. Deshalb verbrauchen wir im Haushalt auch die meiste Energie für Heizung und Warmwasser. Nachhaltiges Heizen ist also von zentraler Bedeutung für eine saubere Zukunft.

Wärme ist ein schlafender Riese, wenn es um Klimaschutz geht. Denn: 84 Prozent der Energie wird laut Heizspiegel im Haushalt für Heizung und Warmwasser verbraucht. Wer also seinen Energieverbrauch und seine CO2-Bilanz wirklich reduzieren will, muss zuerst bei der Heizung ansetzen. Mit Sonnenwärme geht der Umstieg auf nachhaltige Wärme schnell und einfach. Gerade für Ein- und Zweifamilienhäuser bieten Solarthermie-Anlagen ein hervorragendes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Moderne Kollektoren können aufgrund ihres hohen Wirkungsgrades den Heizkessel im Keller enorm entlasten und so die Klima-Bilanz eines Gebäudes deutlich verbessern.

Der Umstieg auf Sonnenwärme lohnt sich auch finanziell. „Seit 2020 gibt es rekordverdächtige Fördergelder für Solarthermie-Anlagen von bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten“, heißt es in einem Presse ansetzen. Mit Sonnenwärme geht der Umstieg auf nachhaltige Wärme schnell und einfach. Gerade für Ein- und Zweifamilienhäuser bieten Solarthermie-Anlagen ein hervorragendes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Moderne Kollektoren können aufgrund ihres hohen Wirkungsgrades den Heizkessel im Keller enorm entlasten und so die Klima-Bilanz eines Gebäudes deutlich verbessern. Der Umstieg auf Sonnenwärme lohnt sich auch finanziell. „Seit 2020 gibt es rekordverdächtige Fördergelder für Solarthermie-Anlagen von bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten“, heißt es in einem Pressetext von Paradigma. Bei Austausch eines alten Öl-Kessels winken sogar bis zu 45 Prozent Förderung. Und das Beste: Sobald die Anlage installiert ist, liefert die Sonne Energie frei Haus. Das bedeutet auch Unabhängigkeit von unvorhersehbaren Öl- und Gaspreisen.

Ausgedehntes Duschen und eine angenehme Raumtemperatur müssen also nicht mit hohen Heizkosten oder einem schlechten Gewissen verbunden sein. Sonnenwärme ist eine finanziell attraktive und flexibel einsetzbare Möglichkeit, um die Energiebilanz von Privathaushalten nachhaltig zu senken. sz
   

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