Auch kleine Maßnahmen können schon helfen

Angenehmeres Wohnklima

Mit verschiedenen Maßnahmen lässt sich die Sonneneinstrahlung ins Haus problemlos minimieren. Foto: fotoak80/stock.adobe.com/Verbraucherzentrale Bundesverband e.V./akz-o

27.09.2020
Fingerhut Haus GmbH & Co. KG

Lüften ist am effektivsten, je kühler es draußen ist – besonders in den Nacht- und Morgenstunden. Mit einem Thermometer, welches die Außen- und Innentemperatur misst, lässt sich dies objektiv messen. Über die Fenster dringt ein Großteil der Wärme in den Innenraum ein. Die Anbringung eines Sonnenschutzes ist deshalb wichtig.

Rollläden und Außenjalousien sind besonders wirksam, weil sie von außen angebracht werden und dadurch viel Wärme abhalten. Mieter müssen vor Anbringung von außen den Vermieter um Erlaubnis fragen. Fördermittel gibt es bei der KfW. Sonnenschutzfolien und Sonnenschutzverglasungen bieten ebenfalls einen wirksamen Hitzeschutz, verdunkeln allerdings dauerhaft die Räume. Zur Not hilft ein weißes Tuch, das von außen vor das Fenster gehängt wird.

Klimageräte verbrauchen sehr viel Strom. Wer ein Klimagerät benutzen will, sollte daher ein Gerät mit einer möglichst hohen Energieeffizienzklasse (am besten A+++) wählen. Fest eingebaute Splitgeräte sind erheblich energieeffizienter als mobile Monoblockgeräte. Bei der Auswahl sollte auch auf den Geräuschpegel des Klimageräts geachtet werden. Vor der Anschaffung eines Klimageräts sollte zunächst ein simpler Ventilator ausprobiert werden. Er ist in Anschaffung und Betrieb erheblich preiswerter als ein Klimagerät. Ventilatoren senken zwar nicht die Raumtemperatur, aber sie sorgen für eine gefühlte Kühlung.

Bepflanzungen sorgen für eine natürliche Verschattung auf Wänden und Dächern und tragen dadurch und durch Wasserverdunstung zur Kühlung bei. Eine gute Dämmung des Dachs und der Außenwände sorgt im Sommer für angenehme Innentemperaturen und spart im Winter Heizkosten ein. Dachüberstände und Terrassendächer verringern eine direkte Sonneneinstrahlung ins Haus. Hilfe und Beratung gibt es bei den Experten im Fachhandel. akz-o


Energieeffizient bauen

Moderne Fertighäuser punkten mit raffinierter Technik

Der Klimawandel und die Frage, was man dagegen tun kann, sind in aller Munde. Auch immer mehr Bauherren richten den Fokus auf die Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit ihres Neubaus. Gute Voraussetzungen für einen niedrigen Energiebedarf besitzen moderne Fertighäuser aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Kombiniert mit moderner Haus- und Heiztechnik, bietet sich Bauherren so künftig die Möglichkeit, beim Wohnen den CO2-Ausstoß zu mindern und damit zum Klimaschutz beizutragen. Zudem haben sie Anspruch auf Fördermittel und reduzieren ihre laufenden Kosten.

„Die meisten neuen Fertighäuser werden mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Auch eine Wärmepumpe gehört längst zum Standard“, erklärt Experte Klaus-Dieter Schwendemann. Gefragt seien zudem Photovoltaikanlagen sowie Energiespeicher. Nachhaltig, langlebig und energieeffizient sollte auch das neue Heim von Familie Boneberg im Allgäu sein. Entstanden ist ein rund 190 Quadratmeter großes, gemütliches Einfamilienhaus. Grundrisse und andere persönliche Wünsche, etwa die Verkleidung der Außenfassade mit Holzapplikationen, wurden individuell angepasst. Achten sollte man beispielsweise auf eine ökologische Gebäudehülle mit einer extra starken Holzfaserdämmplatte, die beim neuen Eigenheim für einen besonders niedrigen Energieverbrauch sorgt – ebenso wie dreifachverglaste Fenster und die passende Heiztechnik. Familie Boneberg hat sich dabei für die Frischluft-Wärmetechnik entschieden, die es in einem Gerät ermöglicht, zu heizen, zu kühlen und zu lüften. Den benötigten Strom erzeugt die eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach und dank einer Batterie kann der eigene Strom gespeichert werden. Somit erfüllt das Eigenheim die hohen Anforderungen des KfW-Effizienzhauses 40 Plus.

Besonders komfortabel wird das Energiemanagement mit einer intelligenten Haussteuerung. Über das Tablet, Handy oder den Touch-Screen im Flur lässt sich etwa die Temperatur in den Räumen energiesparend regulieren. Auch der Ertrag der Photovoltaikanlage, die effiziente Verteilung des Solarstroms oder die Frischluft-Wärme-Technik können angezeigt und nach Bedarf gesteuert werden. djd
   

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.