SOLARANLAGEN: Hohe Eigennutzung und Förderungen bei der Planung beachten

Sonnige Aussichten

Photovoltaikanlagen nutzen die Kraft der Sonne – und leisten damit natürlich einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende. Foto: djd/E.ON/Getty Images/Lacheev

5.10.2021

Besonders rentabel ist das private Solarkraftwerk, wenn ein Großteil des grünen Stroms im eigenen Haushalt genutzt wird.

Erneuerbare Energien gewinnen stetig an Bedeutung. Knapp die Hälfte (49,3 Prozent) der gesamten Stromerzeugung in Deutschland stammte 2020 bereits aus Quellen wie Windkraft, Photovoltaik und Biomasse. Ein Jahr zuvor waren es noch 46,1 Prozent, berichtet die Bundesnetzagentur. Für die Zukunft werden weitere Zuwächse erwartet. Luft nach oben bietet insbesondere der Wohnbereich. Die Photovoltaik (PV) trägt bereits ein Zehntel (9,7 Prozent) zur gesamten Energiegewinnung in Deutschland bei, doch viele Dachflächen in geeigneter Lage sind noch ungenutzt.

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Für Hausbesitzer lohnt sich der Einstieg gleich mehrfach. Besonders rentabel ist das private Solarkraftwerk, wenn ein Großteil des grünen Stroms im eigenen Haushalt genutzt wird. Denn jede selbst produzierte Kilowattstunde senkt die eigene Stromrechnung. Ausgereifte Speichersysteme machen es außerdem möglich, sich selbst dann mit Ökoenergie zu versorgen, wenn die Sonne am Abend nicht scheint. Mit virtuellen Stromspeichern kann man zudem im Sommer Strom für die dunkle Jahreszeit wie auf einem Konto „ansparen“. Zudem gibt es auch in diesem Jahr interessante staatliche Förderungen für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher. Für Bestandsbauten stellt zum Beispiel der KfW-Kredit 270 zinsgünstige Darlehen zur Verfügung, auch Planungs- und Montagekosten werden da bei gefördert. Anträge sind möglich über die Hausbank vor Ort.

Tipp: Zusätzlich stellen einige Bundesländer und Kommunen weitere Förderungen bereit. Dazu sollten sich Hausbesitzer am besten vor Ort erkundigen, bevor sie die PV-Anlage in Auftrag geben. Das Potenzial, das die Photovoltaik-Technik in den kommenden Jahren noch bietet, ist enorm. Berechnungen von E.ON etwa machen dies deutlich.

Würde jedes in Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre errichtete Einfamilienhaus mit einer PV-Anlage ausgestattet, könnten über den gesamten Zeitraum insgesamt zusätzliche 38 Milliarden Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt und mehr als 12 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Für diese Berechnung hat der Energieversorger zugrunde gelegt, dass in den kommenden zehn Jahren genauso viele Einfamilienhäuser fertiggestellt werden wie im Mittel der vergangenen zehn Jahre. djd

Mehr Geld für mehr Energieeffizienz

Eine höhere Energieeffizienz von Gebäuden lohnt sich für Klima, Wohlbefinden und Geldbeutel. Mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erhalten Bauherren sowie Besitzer von Wohn- und Nichtwohngebäuden mit einem einzigen Antrag mehr Fördergelder denn je, wenn sie ihre Immobilie etwa durch eine zeitgemäße Dämmung energetisch modernisieren.

Doch damit nicht genug: Mit Genehmigung des Vermieters können sich auch Pächter und Mieter um Fördermittel bemühen, wenn sie die Maßnahmen übernehmen.

- Förderungen für Dämmung und Co.: Was gab es schon und was ist neu? Hausbesitzer, die ihre Immobilie Schritt für Schritt sanieren möchten, haben bereits jetzt schon mehrere Möglichkeiten, sich vom Staat großzügig unterstützen zu lassen.

Zum einen kann man energetische Einzelmaßnahmen am Haus wie eine Dämmung mit Mineralwolle von Dächern, Wänden oder Geschossdecken drei Jahre lang von der Steuer absetzen. Alternativ werden Vorhaben zur energetischen Sanierung seit Januar 2021 auch durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit ihrem Teilprogramm „Einzelmaßnahmen“ unterstützt.

Hier gibt es für jede Maßnahme 20 Prozent Förderung. Zusätzlich winken fünf Prozent Bonus pro Einzelmaßnahme am Wohnhaus, wenn diese mit einem sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) umgesetzt wird. Am 1. Juli 2021 traten zwei weitere Teilprogramme in Kraft.

Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert, können bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 150 000 Euro dann bis zu 50 Prozent der Baukosten und somit bis zu 75 000 Euro gefördert werden. Für energieeffiziente Neubauten gibt es ebenfallseinige attraktive staatliche Zuschüsse, Gleiches gilt auch für Nichtwohngebäude.

- Fachgerechte Dämmung als wichtigste Maßnahme: „Wer sein Haus gemäß individuellem Sanierungsfahrplan schrittweise mit Mineralwolle dämmt, wird nicht nur mit dauerhaft niedrigeren Energiekosten und einem idealen Raumklima belohnt. Glas- und Steinwolle dienen zusätzlich auch dem Schall- und Brandschutz“, betont Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI).

Auf dem Weg zum energieeffizienten Gebäude ist die fachgerechte Dämmung der Gebäudehülle die erste und wichtigste Maßnahme. Dadurch kann dann die neue Anlagentechnik, wie eine Wärmepumpe, effizient arbeiten. djd
    

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