SAISON BEGINN: Im Garten sollten jetzt die Vorarbeiten beginnen – Sonderveröffentlichung liefert Anreize und nennt Experten

Rechtzeitig die Weichen stellen

  • Im Garten geht es nicht nur um Erholung und Entspannung, es muss auch gearbeitet werden. In diesen Tagen sollten – trotz der gegebenen Umstände – die Weichen für den Sommer im Garten gestellt werden. Dazu zählt unter anderem auch, etwas zu pflanzen, hochzubinden oder zu schneiden. Foto: Pixabay

sz/gpp. In Zeiten von Corona gibt es auch gute Nachrichten, man muss sie nur suchen. Eine davon lautet: Die schönere Hälfte des Jahres beginnt jetzt – am Wochenende zum Beispiel wird viel Sonnenschein erwartet. Wer einen Balkon, eine Terrasse oder sogar einen Garten sein Eigen nennt, kann die Tage immerhin ein Stück weit „unbeschwert“ im Freien genießen. Gerade jetzt in diesen schweren Tagen, die vielen von uns Sorgen und Existenznöte bereiten, wirkt es beruhigend, wenn der Duft von Blüten durch den Garten weht, man dem Konzert der Vögel lauschen und sich mit dem Partner in einer stillen Ecke zusammensetzen kann. Draußen fühlen sich die meisten Menschen einfach besser.

Noch ein paar warme Tage und der Vollfrühling beginnt. Dann lohnt sich der tägliche Streifzug durch den Garten, überall wächst und sprießt es, die Natur zeigt ihre ganze Kraft. Aber, Hand aufs Herz, ein Garten macht Arbeit, gerade jetzt im Frühling. Wer glaubt, dass es nur um Erholung und Entspannung geht, wird sich wundern, wie es nach wenigen Wochen im Garten aussieht. Vielmehr ist in diesen Wochen hier etwas zu pflanzen, hochzubinden oder zu schneiden, dort zu wässern oder zu düngen, Unkräuter sind in Schach zu halten und die gewünschten Pflanzen wollen versorgt sein.

Ein Garten ist voller Leben und verändert sich ständig – genau das macht ja den Charme eines Gartens aus. Viele Menschen schwärmen auch von dieser Seite des eigenen Gartens: Sie haben Freude an der Gartenarbeit, genießen es, wenn sie das Werk ihrer Hände so deutlich sehen und zeigen können. Gerade jetzt. Tatsächlich bestätigen auch zahlreiche Untersuchungen und Langzeitstudien, dass die körperliche Arbeit im Garten und die Beschäftigung mit Pflanzen gesundheitsfördernd sind. „Die meisten Gartenbesitzer nutzen aber zusätzlich gern die Hilfe von Fachleuten“, fasst Dr. Michael Henze vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e.V. zusammen.


„Entscheidend für das persönliche Wohlbefinden ist, wie sehr der Einzelne sich mit der Natur verbinden will.“


„Für größere Maßnahmen wie den Bau von Natursteinmauern, die Pflanzung von Hecken oder die Anwendung spezieller Techniken fehlt vielen das Wissen oder die notwendigen Werkzeuge, Maschinen und Geräte.“ Aber auch typische Frühlingsarbeiten zur Vorbereitung des Gartensommers, wie zum Beispiel die Bekämpfung von Moos im Rasen, lassen sich am besten professionell erledigen. Landschaftsgärtner wissen, was wann getan werden muss, damit der Garten gut für das Jahr gerüstet ist.

Sie kennen auch eine Reihe von technischen Lösungen, die die Versorgung und Nutzung des Gartens erleichtern – von einer automatischen Bewässerung bis zur Installation einer individuellen Gartenbeleuchtung oder dem Bau von Hochbeeten, die besonders ältere Gartenbesitzer schätzen. „Entscheidend für das persönliche Wohlbefinden ist, wie sehr der Einzelne sich mit der Natur verbinden will. Manche Menschen brauchen dafür die Erfahrung von körperlicher Arbeit, anderen genügt es, den Schatten der Bäume zu nutzen und dem Rauschen der Blätter zu lauschen“, weiß Henze aus Erfahrung. Bei Kindern ist das Bedürfnis nach Bewegung deutlich stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen. Unbestritten liegt es in der Natur des Menschen, sich zu bewegen, aber bei Kindern geht es neben der Gesundheit im engeren Sinne um wesentlich mehr.

Sie lernen und üben mit Rennen, Springen, Kriechen, Hüpfen, Balancieren etc. spielerisch wesentliche Koordinationsund auch soziale Fähigkeiten. Vor allem junge Familien kennen das Drängen der Kinder, die endlich wieder draußen spielen wollen: Nachlaufen, Klettern, Versteckspielen, Sandkasten und Schaukel, erstes Picknick auf dem Rasen, und, und, und. „Viele Gartenbesitzer legen auch kleine Gartenbereiche speziell für die Kinder an“, sagt Henze. Dort können sie Salat aussäen, Erdbeeren pflanzen oder miterleben, wie die Tomatenpflanzen wachsen, blühen und schließlich fruchten. Wie wichtig ein solches Refugium sein kann, sehen wir aktuell in diesen Tagen. Ganz allgemein stellt Henze fest, dass die Menschen mehr und mehr Zeit in ihren Gärten verbringen und die Gärten für weitergehende Nutzungen regelrecht einrichten. Die Möbel und die Bodenbeläge für drinnen wie für draußen sind aufeinander abgestimmt. „Perfekt sind bodentiefe Fenster, die sich ganz beiseiteschieben lassen, so dass der Innen- und der Außenbereich barrierefrei ineinander übergehen.“

Die vorliegende Sonderveröffentlichung möchte Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, zum einen Experten vorstellen, die Ihnen bei der Gestaltung Ihres Gartens professionell zur Seite stehen. Sie möchte Sie inspirieren und Lust machen auf die kommende Gartensaison. Denn so viel steht fest: Irgendwann findet auch die aktuelle Krise ein Ende und wir können wieder unbeschwerter als in diesen Tagen das Leben genießen. Auf dem Balkon, der Terrasse oder im eigenen Garten. Bleiben Sie gesund!


Bei Natursteinen auf das Siegel achten

dpa. Gartenarbeit lässt sich ähnlich wie Hobbysport angehen. Wer länger nicht trainiert hat, sollte wieder langsam damit anfangen – also die Tätigkeiten im Garten im Frühjahr langsam steigern. Es muss nicht alles an einem Tag erledigt werden, rät die Aktion „Das sichere Haus“.

Auch je Einheit „Gartensport“ sollte man die Anstrengung langsam steigern: Also erst einmal Verblühtes abschneiden oder Blätter zusammenkehren, dann das anstrengendere Jäten oder Umgraben angehen. Zwischendurch sind Lockerungsübungen sinnvoll.

Statt über längere Zeit eine monotone Arbeit zu erledigen, besser die Tätigkeiten wie auch die Körperhaltung zwischendurch wechseln. Zum Beispiel beim Umgraben die Erde mal nach rechts, mal nach links werfen, rät die Aktion „Das sichere Haus“.

Wenn der Rücken schmerzt, ist eine Pause sinnvoll. Gut ist dann, die Beine hochzulegen, um den Rücken zu entlasten. Die Wärme in einem Bad, aus einer Infrarotlampe, einem angewärmten Körnerkissen oder einer Wärmflasche lockert die Muskeln. Trotzdem sollte man nicht komplett in Schonhaltung gehen. Besser sei es, in Bewegung zu bleiben und auf leichte Tätigkeiten in aufrechter Körperhaltung zu setzen, rät die Aktion. Das wäre dann aber eher ein Spaziergang statt weiter das Unkraut im Garten zu jäten.
     


Petersilie erst ab Ende April aussäen

dpa. Natursteine verschönern den Garten, etwa als Randeinfassung für Terrassen oder Beete. Die Verbraucher Initiative empfiehlt, dabei auf sozialverträglich gewonnene und verarbeitete Steine zu achten. Damit fördere man bessere und gerechtere Arbeitsbedingungen in den Steinbrüchen und verarbeitenden Betrieben der Herkunftsländer. Beim Einkauf kann man etwa auf die Siegel XertifiX, XertifiX Plus und Fair Stone achten, die das Verbraucherportal Siegelklarheit.de empfiehlt. Auf deren Webseiten wiederum kann man sich über entsprechende Händler informieren.
   

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