Noch keine Idee für ein originelles Geschenk? Mitarbeiter der Mediengruppe Vorländer haben sich Gedanken gemacht ...

Geschenketipps

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Michael Wetter, Redaktion für Sonderthemen:

Es ist zwar noch etwas hin, aber steht der Frühling vor der Tür, beginnen auch die Vögel wieder mit ihrem Nestbau. das ist einerseits schön, andererseits aber irgendwie auch nicht. Denn: Aus Sicht eines Hobby-Ornithologen ist es zwar immer wieder schön, die kleinen Piepmät ze anfliegen und im Nistkasten verschwinden zu sehen, doch der Rest geschieht leider im Verborgenen. Zugegeben: Vieles, das im Leben hinter verschlossenen Türen geschieht, möchte man nicht unbedingt mitbekommen. Anderes hingegen schon. Hat der Nestbau begonnen? Sind die Eier gelegt? Wie viele Küken sind geschlüpft? Antworten auf diese Fragen liefert eine Kamera im Vogelhaus. Die gibt es einzeln zu kaufen, oder aber vorinstalliert im Nistkasten. Online gibt es zahlreiche Anbieter, möglicherweise hilft aber auch der Fachhandel vor Ort. Grundsätzlich gilt: Je teurer die Kamera, desto besser ist in der Regel auch die gelieferte Bildqualität. Das Geschehen wird per App aufs Smartphone geschickt und kann dort vom eigenen Sofa aus verfolgt werden. Je nach Kamera-Modell sind aber auch weitere Abspielmöglichkeiten via PC, Fernseher oder sogar Live-Stream im Internet möglich. 


Yvonne Schäfer, Agentur Vorländer:

Unter Freunden schenken wir uns zu Weihnachten nur Kleinigkeiten. Deshalb war ich ganz erfreut, als ich kürzlich auf einen „Deckelbaum“ gestoßen bin. „Deckelbaum“, das ist quasi ein lustiger Kronkorkenhalter – und somit ein toller Spielspaß für Erwachsene. Der naturbelassene Stamm des „Deckelbaums“ hat einen ultrastarken Magneten, der locker bis zu 50 Kronkorken hält. Dabei ist jeder Baum ein Unikat. Und in gemütlicher Runde am Abend sorgt er auf jeden Fall für jede Menge Spielspaß–wer trifft nach dem dritten, vierten, fünften Bier noch zielsicher den Magneten? Definitiv wird sich in diesem Jahr ein Deckelbaum unter unserem Weihnachtsbaum wiederfinden.


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Tim Lehmann, Lokalredaktion Siegen:

Für ein besonders persönliches Geschenk sind der Fantasie keine Grenzen geschenkt – und das buchstäblich. Gerade wenn es darum geht, die Herzen der Jüngsten höher schlagen zu lassen. Mit Toniebox, Tiptoi & Co. ist es jetzt möglich, das abendliche Vorleseritual auszubauen. Der Lieblingsgeschichte lauschen Kinder besonders gerne, wenn Mama oder Papa sie vortragen. Aufgesprochen auf einen süßen Kreativ-Tonie können sich die Kleinen ganz nach Lust und Laune von den Stimmen der Eltern dann jederzeit auf eine wunderbare Reise mitnehmen lassen. Noch aufregender wird es, wenn die Geschichte eigens für die kleine Prinzessin oder den kleinen Prinzen ausgedacht wurde und sie vielleicht sogar selbst zur Hauptfigur eines Märchens werden. Mit dem neuen Tiptoi-Stift mit Aufnahmefunktion sowie speziellen Datenstickern lassen sich ebenfalls individuelle Leseerlebnisse kreieren: Geschichte ausdenken, vielleicht sogar selbst illustrieren, das ganze als Fotobuch binden lassen und mit den Stickern ergänzen, über die die jungen Bücherwürmer zusätzliche Passagen, Dialoge, Geräusche oder Musik abrufen können, die das Lesevergnügen abrunden. Das wird garantiert ein Fest für die Ohren.


Christian Schwermer, Lokalredaktion Siegen:

Zeit zu Zweit kommt im hektischen Alltag meistens viel zu kurz. Berufliche Verpflichtungen, ehrenamtliche Arbeit in Vereinen, Feierlichkeiten von Familien und Freunden – ruckzuck sind die Wochenenden des Jahres über Monate hinnweg restlos ausgebucht. Da liegt es nahe, dem Partner einfach einmal eine kleine Auszeit zu schenken. Dafür bietet sich ein Wellness-Wochenende bestens an, viele Einrichtungen in Sieger- und Sauerland haben längst passende Arrangements in Form von Gutscheinen im An- gebot. Eine lange Anreise ist meistens nicht notwendig, sodass man auch kurzfristig dem Trott für zwei, drei Tage entfliehen kann. Ganz billig ist ein solcher Gutschein natürlich nicht zu bekommen – ich selbst kann aus eigener Erfahrung aber sagen: Die Investition lohnt sich. Zeit zu Zweit ist schließlich unzbezahlbar.


Claudia-Irle-Utsch, Kulturredaktion:

Ein Hörbuch soll fesseln. Geschichten erzählen, Bilder im Kopf entstehen lassen, faszinieren, unterhalten, Zeit vertreiben. Nun aber hat der Schauspieler Bjarne Mädel gleich zwei CDs eingelesen mit Texten, die zunächst einmal so aufregend sind wie eine lange Liste an Namen. Doch gerade das macht „Na dann gute Nacht“ (Der Hörverlag) so interessant. Unbedingt anhören muss sich den „Vergleich der Startbahnlängen von Flughäfen“ und „Die Längste Schachturnierpartie, die je gespielt wurde“ nicht nur der gute alte Freund meines Mannes, sondern auch meine Schwägerin, die den „Tatortreiniger“ so gut findet, dass sie bestimmt auch am Vorleser Mädel ihre Freude hat. Die „neunzehn Dinge, die einen schon schläfrig machen, wenn man nur daran denkt“, halten sie garantiert wach. Denn „Das langweiligste Hörbuch der Welt“ ist vieles, nur eines nicht: langweilig.
   


Gunhild Müller-Zimmermann, Kulturedaktion:

Manche Geschenke sind völlig unerwartet. Und bleiben im Gedächtnis. Es muss in den 1980ern gewesen sein, Sommerferien in Rom. Brüllend heiß, der weiche Flicken- Teer klebt an den Schuhsohlen. Wir machen Station in einer deutschen Buchhandlung in der Nähe des Parlaments, die vor allem auch in den 1930ern deutsche Literatur, vor allem die „inoffizielle“, in Italien verbreitete. Überall lagen Bücher, auf jeder verfügbaren Fläche, sie „atmete“ deutsche Literatur, man tauchte in sie ein. Der damals schon betage, sehr soignierte Buchhändler bemerkte mein Interesse an Max Frisch (ich war damals in der jugendlichen Max-Frisch-Phase) und schenkte mir beim Verlassen der Buchhandlung den „Homo Faber“ mit der Bemerkung „Je vous donne ça en hommage“. Dieser „Homo faber“ ist mir sehr viel wert ...


Sarah Panthel, Lokalredaktion Siegen:

Ein schönes Geschenk, wie ich finde, sind Deko-Anhänger für den Weihnachtsbaum. Ein bisschen schwierig wird es mit dem Schenken an den Feiertagen selbst, aber da ist dann einfach Kreativität gefragt. 24 Einzelteile können hervorragend in den Adventskalender gepackt werden oder man schenkt sie vorab und schmückt gemeinsam den Baum. Mein Mann und ich haben vergangenes Jahr auf einem kleinen Weihnachtsmarkt handgefertigte Ton-Anhänger in ganz unterschiedlichen Formen entdeckt: Sterne, Stiefel, Herzchen, sogar ein Elch und ein Weihnachtsmann waren dabei. Individuelle Einzelstücke, die dem Beschenkten jedes Jahr wieder Freude bereiten können. Dabei sollte man allerdings immer den Farbgeschmack und Stil des anderen mit beachten.    

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Katja Fünfsinn, Lokalredaktion Olpe:

Es gibt ein Geschenk, das bei uns nicht unter dem Weihnachtsbaum fehlen darf: ein selbstgebastelter Foto-Kalender mit Bildern unserer Hunde. Im Laufe des Jahres entstehen so viele Schnappschüsse zu jeder Jahreszeit, dass ich eigentlich immer passende Bilder für jeden Monat finde. Der Hund im Planschbecken bei 38 Grad im Juli ist da nur ein Beispiel. So wird der Kalender für das neue Jahr auch gleichzeitig zu einem Rückblick auf das vergangene.


Kathrin Klotzki-Progri, Agentur Vorländer:

Natürlich mit etwas Vorlauf, aber unschätzbar wenn es fertig ist: ein Buch für die Familienbibliothek! Ich habe für unsere Tochter ein Erinnerungstagebuch der ersten zwei Jahre geschrieben und bebildert, es ist ein schönes dickes Buch mit 248 Seiten im Format A5 geworden. Professionell gedruckt und gebunden sieht es so ansprechend aus, dass nun nach und nach auch die Erinnerungen meiner Eltern folgen. Der Druck und die Bindung beim Verlag Vorländer, Siegen (für mich hausintern) geht los ab 22,00 EUR.


Sonja Schweisfurth, Lokalredaktion Siegen:

Unter den Weihnachtsbaum gehören Spiele. Denkspiele für Kinder, Kartenspiele für Partner, Strategiespiele für Freunde: Ich habe das Gefühl, dass Gesellschaftsspiele wieder voll im Trend liegen. Und da trifft es sich gut, dass Schenkende glücklicherweise selten so eine große Auswahl an guten Spielen hatten wie im Winter 2019. Ob Spieleklassiker wie „Mensch-Ärgere-dich-nicht“, „Monopoly“ oder „Memory“, ob Rollenspiel wie „Werwolf“, das sich wunderbar in größeren Gruppen spielen lässt, ob Kartenspiel wie zum Beispiel „The Mind“, bei denen die Teilnehmer mal ganz anders miteinander kommunizieren müssen (oder eben auch nicht), ob Strategiespiel wie „Camel up“, bei dem tatsächlich nur wenig vorhersehbar ist, oder aber die verschiedenen Spiele des Jahres: Gute Spiele gibt es in den unterschiedlichsten Preisklassen. Gesellschaftsspiele sind für mich jedenfalls wichtig – weil sie tatsächlich Gesellschaft fördern und gut sind für das Miteinander.


Jan Schäfer, Lokalredaktion Siegen

Für manche gute Spielidee muss das Rad nicht neu erfunden werden. Das hat der Ravensburger-Verlag bewiesen, als er vor einigen Jahren einem Klassiker des Kinderzimmers zu neuem Schwung verholfen hat: der Kugelbahn. Anders als die wenig wandelbaren, zumeist hölzernen Ausführungen lassen sich mit „Gravitrax“ immer wieder neue Strecken bauen und austesten. Meinen Jungs, Tom und Jona, macht das kreative Spiel mit der Schwerkraft großen Spaß. Ein Erweiterungsset zum Baukasten steht schon auf ihrem Weihnachtswunschzettel. Mal sehen, ob der gelesen wird...


Bianca Kaiser, Redaktionssekretariat:

Ein individuelles Geschenk sind gemeinsam erlebte Momente. Was passt da besser als ein schönes und persönliches Fotobuch. Egal ob der besten Freundin, dem Partner oder der Familie: In einem Fotobuch kann man die einzigartigen, gemeinsamen Erinnerungen bebildern und mit ein paar Worten in den Moment zurückversetzen. Man kann jemandem sagen, wie viel er einem bedeutet, wie viel Spaß man hatte oder welche Emotionen der festgehaltene Augenblick in einem hervorruft. Ich finde es schön, wenn der Beschenkte spürt, wie viel Mühe man sich gegeben hat und man ausdrücken kann, wie viel Wert die gemeinsame Zeit hat.


Anja Bieler-Barth, Lokalredaktion Siegen:

Kein brandaktuelles Buch, aber eines, das auch zehn Jahre nach seinem Erscheinen in Deutschland zu unterhalten und berühren weiß, ist Jonathan Coes Roman „Der Regen, bevor er fällt“. Der Brite erzählt darin einfühlsam und auf wirklich originelle Weise eine Familiengeschichte voller Lieblosigkeit und Verachtung, gespickt mit Mutter-Tochter-Konflikten und Geheimnissen. Kurz vor ihrem Tod erzählt die 73-jährige Rosamond die dramatischen Familien-Ereignisse beinahe eines ganzen Jahrhunderts: Auf Tonbändern gesprochen, hinterlässt sie ihrem früheren Ziehkind, der erblindeten Imogen, zu der sie schon lange keinen Kontakt mehr hat, gewissermaßen das familiäre Vermächtnis und Antworten auf jede Menge Fragen voller Dramatik. Rosamonds Nichte Gill soll Imogen finden und ihr die Tonbänder übergeben. Was das Buch so besonders macht? Den Erinnerungen liegen 20 alte Fotografien aus den vergangenen Dekaden seit dem Zweiten Weltkrieg zugrunde, die Rosamunds Gedächtnis auf die Sprünge helfen und die sie zu Beginn der jeweiligen Kapitel für die blinde Imogen beschreibt. Ich habe diesen Roman als englisches Hörbuch verschlungen – Rosamonds innerer Monolog wird von der britischen Schauspielerin Jenny Agutter in samtiges Moll gewandet. Wunderschön!
    

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