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KROMBACH: In 29 Jahren konnten die Veranstalter schon 752 000 Euro spenden

Krombacher Weihnachtsmarkt hat viel gutes bewirkt

  • Sie freuen sich bereits auf den Erlös des diesjährigen Weihnachtsmarktes: Während eines Pressegesprächs wurden jetzt die drei Empfänger vorgestellt, die diesmal bedacht werden. Foto: kaio

kaio. 29 Jahre Crombacher Weihnachtsmarkt – das bedeutet in Zahlen ausgedrückt einen Reinerlös von 752 000 Euro. „Eine stolze Summe, die wir mit den vielen Besuchern da schon zusammenbekommen haben und für gute Zwecke spenden konnten“, so Thomas Haub. Er ist in der „Arbeitsgemeinschaft Crombacher Weihnachtsmarkt“ für die Finanzen zuständig. Welche drei Empfänger sich Jahr für Jahr an den Spenden erfreuen können, bestimmt die Jury nach einem bestimmten Prinzip.

Insgesamt zehn Bewerbungen seien diesmal bei den Organisatoren eingegangen, hieß es jetzt während des Pressegesprächs. Am Ende sei die Wahl unter anderem auf den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Siegen gefallen. Kathrin Roeingh stellte die Institution vor.


Auch in diesem Jahr wird wieder für den guten Zweck gesammelt.


44 ehrenamtliche Helfer hätten es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder, die an lebensverkürzenden Erkrankungen leiden, sowie deren Familien durch ausgebildete Mitarbeiter nach individueller Vereinbarung für einige Stunden zu begleiten. Die Begleitung ab dem Zeitpunkt der Diagnose orientiere sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Familien: Dabei wird vor gelesen, gespielt, es gibt Spaziergänge, es werden Ausflüge gemacht oder man geht ins Kino. Träger ist der Deutsche Kinderhospizverein Olpe. „Da sich unser Verein überwiegend durch Spenden und durch Kostenbeteiligungen der Krankenkassen finanziert, sind wir immer wieder auf Spenden angewiesen. Die Spenden vom Weihnachtsmarkt nutzen wir somit zum Überleben“, erklärt Kathrin Roeingh.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter seien in einem ca. 100-stündigen Befähigungskurs für die Begleitung ausgebildet worden. Bis zum November dieses Jahrs erfolgten 29 Begleitungen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe, davon vier Begleitungen in stationären Einrichtungen.   

Selbstgemachtes steht am Wochenende beim Crombacher Weihnachtsmarkt zum Verkauf.Zahlreiche Teilnehmer werden erwartet. Archivfotos: kaio
Selbstgemachtes steht am Wochenende beim Crombacher Weihnachtsmarkt zum Verkauf.
Zahlreiche Teilnehmer werden erwartet. Archivfotos: kaio

Erstmalig ist auch der Verein „Zeitpaten – mehr Zeit für Kinder“ in diesem Jahr ausgewählt worden. Dabei handelt es sich um ein Projekt des Bezirksverbandes der Siegerländer Frauenhilfen. Vertreten wurde der im April 2008 in Siegen gegründete Verein jetzt beim des Pressegespräch durch die Koordinatorin Silke Kötz. Der Verein habe sich zum Ziel gesetzt, Kindern mehr Zeit zu schenken. „Im Rahmen des sozialen Wandels sind familiäre Zusammenhänge lockerer geworden. Berufstätige Eltern finden oft nicht mehr die Zeit, den Bedürfnissen ihrer Kinder vollständig gerecht zu werden“, so Silke Kötz.

Aktuell bestünden zwar 43 Patenschaften, doch noch viele weitere Kinder stünden noch auf der Warteliste. Die Patenschaften gebe es im gesamten Kreisgebiet, die Paten seien zwischen 20 und 70 Jahren alt. Etwa zwei bis vier Stunden pro Woche unternehmen die Paten etwas mit den Kindern. Jeder Zeitpate hat ein Kind. „Das gewährleistet eine gute Mischung. Die gemeinsamen Aktivitäten können ganz unterschiedlich sein: vom gemeinsamen Besuch eines Spielplatzes über einen Kinobesuch bis zum Schwimmen gehen oder auch Geschichten vorlesen. Jedes Kind hat andere Wünsche“, erklärt Silke Kötz.
   

Auch aus kulinarischer Sicht wird die Veranstaltung kaum Wünsche offen lassen.
Auch aus kulinarischer Sicht wird die Veranstaltung kaum Wünsche offen lassen.

Als dritten Spendenempfänger stellten Martin Schäfer als Geschäftsführer und Monika Kramer als Einrichtungsleiterin des St. Elisabeth Hospiz Lennestadt ihre Institution vor. 20 hauptamtliche Mitarbeiter betreuen dort die Menschen – insgesamt 1500 Menschen wurden in den vergangenen 30 Jahren betreut und gepflegt. Zurzeit hat das Hospiz sechs Betten beziehungsweise Zimmer. „Wir sind schon seit über vier Jahren in der Phase eines Um- und Neubaus. Unser Ziel sind neun oder möglicherweise auch zwölf Plätze“, sagt Martin Schäfer.

Da sich das Bauprojekt auf der Zielgerade befinde, freue er sich auf die Spendensumme ganz besonders. „Außerdem werden wir für den ,Hilfsfonds Alchen’ sammeln. Nach dem großen Schicksalsschlag können die Menschen die Spenden dort auch gut gebrauchen. Da ich als Moderator selbst an beiden Tagen auf der Bühne stehe, werde ich auch hierfür ein wenig werben“, so Eckhard Fuhr.
   

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