Grußwort des NRW-Ministerpräsidenten

„Wegweisend“

  • Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes NordrheinWestfalen. Foto: Land NRW/L. Chaperon.

Als das Königlich Preußische Oberlandesgericht vor 200 Jahren von Kleve nach Hamm umzog, wusste der anordnende preußische König Friedrich Wilhelm III. gewiss nicht, welche Größe das Gericht einmal erreichen würde.

Heute ist es das größte Oberlandesgericht in Deutschland und trägt aus dem Herzen Westfalens zur Rechtsfindung in unserem Land, aber auch wegweisend zur Justizarbeit der ganzen Republik bei.

Mehr als zehn Landgerichte und 77 Amtsgerichte zählt das Oberlandesgericht Hamm inzwischen zu seinem Bezirk. Mit seiner Zuständigkeit für neun Millionen Menschen trägt das OLG Hamm große Verantwortung für das Zivilrecht, das Familienrecht und das Strafrecht in unserem Land.

So fest diese Institution unseres Rechtsstaates in der Region vom Ruhrgebiet über das Sieger- und Münsterland bis nach Ostwestfalen verankert ist: Die Entscheidungen des OLG Hamm haben Strahlkraft weit darüber hinaus und tragen zur Fortentwicklung des Rechts in Deutschland bei. Damit wird das Oberlandesgericht Hamm seiner Aufgabe, Rechtsfrieden zu schaffen und eine einheitliche Rechtsprechung zu gewährleisten, in besonderem Maße gerecht. Und davon profitieren wir alle, denn eine funktionierende Justiz schafft mit nachvollziehbaren und zuverlässigen Entscheidungen Frieden und Vertrauen für alle Bürgerinnen und Bürger. Wenn Konflikte ohne Gewalt und Selbsthilfe gelöst werden, kann dies so dem Zusammenhalt der Gesellschaft dienen.

Gerne gratuliere ich dem Oberlandesgericht Hamm zu seinem besonderen Jubiläum. In den 200 Jahren seines Bestehens ist es zu einer starken „Säule der Gerechtigkeit“ geworden, wie es das Wandmosaik des Klee-Schülers Hubert Berke so treffend verheißt, das er im Jahr 1961 für den Neubau des Gerichtsgebäudes schuf.

Neben dem Dank für das Geleistete steht ein Wunsch für die Zukunft: Möge das Oberlandesgericht Hamm seine grundsolide, verlässliche, westfälisch-beharrliche Arbeit im Namen von Gerechtigkeit und Rechtsfrieden fortsetzen und ein Ort des sachlichen Streits, der sorgfältigen Abwägung, der klugen Entscheidungen und gerechten Lösungen bleiben.

Armin Laschet (Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen)
    

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